CSR

by Steffen Schmedes Steffen Schmedes Keine Kommentare

Corporate Social Responsibility

Durch die intensive Aufklärung der Öffentlichkeit über den Klimawandel und die stetig wachsende Globalisierung ist der Begriff Corporate Social Responsibility (nachf. CSR) in den letzten Jahren für immer mehr Unternehmen zu einem wichtigen Thema geworden. Das CSR beschreibt die Verantwortung der Unternehmen in Bezug auf ihre Auswirkungen gegenüber der Gesellschaft. Hier werden ökonomische, ökologische und soziale Aspekte inkludiert.

Einführung in das CSR

Das CSR untersucht den spezifischen Beitrag, den ein Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung leistet. In diesem Rahmen strebt es danach, soziale und ökonomische Ziele in Einklang miteinander zu bringen. Dabei sollte man dieses allerdings nicht als Add-On verstehen – das CSR muss fest mit dem Kerngeschäft des Unternehmens verbunden sein. Komprimiert formuliert geht es nicht um die Verwendung des Gewinns, sondern um dessen Erwirtschaftung. Die CSR-Handlungsfelder sind dementsprechend oftmals entscheidend für unternehmerischen Erfolg.

Unternehmen haben die Möglichkeit, sich am Deutschen Nachhaltigkeitsindex zu orientieren. Dieser enthält 20 Kriterien, welche spezifische Informationen anbieten – von Strategie und Prozessmanagement bis zu Umwelt – und Gesellschaftsaspekten. Mittelständische Unternehmen profitieren besonders, indem sie ihre Ausrichtung an den Prinzipien des CSR als Querschnittsaufgabe sehen. Diese betrifft Begebenheiten der Finanzierung, des Einkaufs und Verkaufs sowie des Arbeitsschutzes. Hierbei gilt natürlich, dass Innovation ihren Preis hat – der Aufwand an dieser Ausrichtung kann sich allerdings lohnen.

Die größten Vorteile der CSR:

– Reputation verbessern: Unternehmen werden von Bewerbern als attraktive und zeitgemäße Arbeitgeber angesehen. Außerdem lohnt sich das CSR potentiell mehr, als kurzfristige Ziele oder Greenwashing.
– Energie- und Ressourceneinsparung: Durch geringeren Strom- und Materialverbrauch wird die Ausgabenseite der eigenen Bilanz entlastet.
– Arbeits- und Gesundheitsmanagement: Durch einen guten Arbeitsschutz beugt man Unfällen vor und verringert den Krankenstand.
– Innovationsfähigkeit: Durch kalkulatorische Unwägbarkeiten, bspw. der Energiewende, kann man durch veränderte Rahmenbedingungen im zukünftigen Wettbewerb Vorteile aufweisen.

Ein Anwendungsbeispiel für mittelständische Unternehmen behandelt die Privat-Brauerei Strate Detmold GmbH & Co. KG. Die Brauerei wird als Familienunternehmen geführt und befindet sich mit seinen 33 Mitarbeitern bereits in der fünften Generation. Mittlerweile ist die Privatbrauerei zum zweitgrößten Bügelverschlussflaschenabfüller Deutschlands aufgestiegen – dadurch werden jedes Jahr 39 Millionen Kronverschlüsse eingespart. Neben vielen Wärmerückgewinnungskonzepten verzichtet die Brauerei auf die Aluminiumbedampfung der Flaschenetiketten, um Schwermetallreste vom Abwasser fernzuhalten. In den letzten Jahren investierte das Unternehmen wiederholt in den Umweltschutz, nutzte eine steigende Zahl von Zulieferern aus der Region bzw. dem Absatzgebiet und unterstützte gemäß dem Leitsatz „In der Region – für die Region“ heimische Vereine.

Aufgrund der stetig steigenden Relevanz der Corporate Social Responsibility werden sich Unternehmen letzten Endes nicht die Frage stellen, ob sie sich mit dieser Thematik beschäftigen werden, sondern wann.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Corporate Social Responsibility? Schreiben Sie uns gerne unter contact@ellmann-consulting.com .

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