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Business Model Canvas

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Business Model Canvas: Anwendungsbeispiel Sneaker Store

Der in München gegründete Sneaker-Store „Best Sneakers“ möchte seinen begrenzten Absatzmarkt mit Hilfe des Internets erweitern. Um diese strategische Entscheidung begründet und strukturiert treffen zu können, möchte der Geschäftsführer ein Business Model Canvas (BMC) anfertigen. Leider wurde diese Thematik nicht in dem Wirtschaftsstudium des Geschäftsführers behandelt, und so nutzt er seine Recherchefähigkeiten und sucht nach passender Literatur. Er wird fündig, jedoch ist er sich nicht sicher, ob seine Anfertigung korrekt ist. Der Geschäftsführer möchte sich bei der Unternehmensberatung „Ellmann Consulting“ vergewissern, dass die Ausarbeitung richtig ist und alle Felder hinreichend durchdacht wurden. Es stellte sich heraus, dass einige Felder falsch ausgefüllt wurden und deswegen begann der Unternehmensberater das Gespräch mit einer Einleitung in die Theorie des „Business Model Canvas“.

 

Theorie und das Verstehen der Felder

Das Business Model Canvas ist ein Werkzeug, um neue Geschäftsmodelle zu analysieren. Das Modell visualisiert die Schlüsselkompetenzen eines Geschäftsmodells unwahrscheinlich gut-; ein starkes Argument dafür, dass das Modell seit seiner Entwicklung 2004 auf der ganzen Welt Anklag findet.

Es gilt als möglicher Ersatz für den veralteten Businessplan und wird vor allem von Impulsgebern für disruptive Geschäftsmodelle angewendet (Schumpeter).

Die Originalform des Business Model Canvas hat neun Felder die wie folgt interpretiert werden:

  1. Key Partners (Schlüsselpartnerschaften): Welche Partnerschaften mit Zulieferern, Marketern oder Dienstleistern sind essentiell wichtig für das Geschäftsmodell? Dieses Feld ist wichtig um z. B. Risiken einzuschätzen (Lieferausfall).
  2. Key Activities (Gewinnbringende Tätigkeiten): Welche Tätigkeiten sollte das Unternehmen öfter durchführen, um den Gewinn zu erhöhen? Welche Tätigkeiten sind die wirklich entscheidenden für den geschäftlichen Erfolg?
  3. Key Ressources (Essentielle Ressourcen): Welche Mittel werden benötigt, um das Produkt herzustellen? Welche Assets müssen gehalten werden (Know-how, Personal,…)
  4. Cost Structure (Kostenaufstellung): Welche Kosten müssen für das Geschäftsmodell kalkuliert werden? Übersteigen die Kosten eventuell die eigenen Mittel?
  5. Value Proposition (Kundenwert): Welches Kundenbedürfnis adressiert die Geschäftsidee? Welches Problem löst es?
  6. Customer Relationships (Kundenbeziehung): Wie sollen die Angestellten mit den Kunden kommunizieren? Geschäfte auf Freundschaftsbasis oder distanziert?
  7. Channels (Kanäle): Über welche Kanäle tritt das Unternehmen mit seinen Kunden in Kontakt? Über welche läuft die Kommunikation mit den Schlüsselpartnern?
  8. Customer Segments (Zielgruppe): Genaue Definition des Kunden – detaillierte Beschreibung des Kunden.
  9. Revenue Stream (Einnahmenaufstellung): Wie diversifiziert sind die Einnahmequellen? Wo kommen die Einnahmen in welcher prozentualen Höhe her?

Business Model Canvas

Die Anwendung des Business Model Canvas

Wie wendet man nun aber die Theorie auf den Sneaker Store aus München an? Die übersichtlichste und wohl auch effektivste Methode, ein Business Model Canvas zu kreieren ist, das Layout in mindestens DIN-A3 auszudrucken oder aufzumalen. Dann hängt man das Plakat auf und schreibt einzelne Punkte auf Post-its die man dann den Feldern zuordnet. Das Layout können Sie hier kostenfrei downloaden: Layout*

Schauen wir uns nun die Anwendung des BMC auf den Sneaker Store an. Wir empfehlen, dass Sie sich mögliche Punkte für die Felder zunächst selbst zu notieren. Dadurch können Sie Ihr Erlerntes aus diesem Artikel deutlich besser überprüfen. Hier sind unsere Punkte:

  1. Key Partners: Sneaker Hersteller (spez. Adidas, Puma und K-Swiss), Online-Marketing-Firma für den Internetauftritt, Logistikfirma für Direktversand der Online-Bestellungen
  2. Key Activities: Gezieltes schalten von Werbung, Interpretation der Verkaufszahlen einzelner Schuhe – Anpassungen im Sortiment, Verbesserung des Webauftritts
  3. Key Ressources: Schuhe, Web Hosting, Versandkapazitäten
  4. Cost Structure: Versandkosten, Einkaufspreise, Web-Hosting, Werbekosten, Personalkosten, …
  5. Value Proposition: Angebot der besten, neuesten und exklusivsten Schuhe, wodurch das Selbstwertgefühl der Kunden steigt.
  6. Customer Relationship: Grundsätzlich auf Freundschaftsbasis, duzen, Auftritt der Verkäufer in Streetware, Design der Website wird auf dieses Bild angepasst
  7. Channels: Website, Service-Hotline, Messenger (Whatsapp), Social Media Channels, …
  8. Customer Segments: Männer, 18-24, sportlich, NBA- und Fußballfans, Monatliches Einkommen von < 2000 €, modebewusst; bereit, viel Geld für Klamotten auszugeben

Nach der Erstellung des BMC, bekam der Geschäftsführer von Best Sneakers noch diverse Handlungsempfehlungen durch unseren Berater, und wir arbeiteten einen genauen Plan für die Umsetzung aus.**

Klingt das Business Model Canvas auch für Ihr Geschäftsmodell interessant? Brauchen Sie Hilfe bei der Umsetzung, oder möchten Sie über Ihre Ergebnisse sprechen um einen Umsetzungsplan zu erstellen? Sprechen Sie uns an: contact(at)ellmann-consulting.com

* Der Begründer des BMC, Alexander Osterwalder, hat uns das Canvas unter der Creative Commons Lizenz auf www.businessmodelgeneration.com zur Verfügung gestellt. Danke dafür!

** Fiktives Beispiel dieses Geschäft hat es nie gegeben

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