• +49 1577 3731714
  • contact(at)ellmann-consulting.com

Lean Start-Up

Lean Start-Up

Facebook
LinkedIn
Twitter
Google+
https://www.ellmann-consulting.com/lean-start-up">

Wie bringt man eigentlich innovative Produkte auf den Markt? Haben Sie sich diese Frage nicht auch schon einmal gestellt? Eric Ries stellte 2011 (deutsche Erstveröffentlichung) in seinem Buch „Lean Start-Up“ eine neuartige Methode vor, welche schnell gewaltige Zustimmung in der internationalen Unternehmerszene fand. Er machte die Erfahrung, dass viele junge Unternehmen ausschließlich an ihrem neuen Produkt arbeiten und dabei die Sicht des Kunden vergessen. Dabei ist es doch der Kunde, der das Produkt wertschätzen muss und nicht die Entwickler.

Diesen Build-Measure-Learn Loop kann man unserer Meinung nach für jedes Produkt anwenden und so risikolos und möglichst kostengünstig neue Produkte auf dem Markt etablieren.

Lean Start-Up: Anwendungsbeispiel Sneaker Store

Wie schon in anderen Anwendungsbeispielen nutzen wir auch für den Build-Measure-Learn Loop unseren fiktiven Sneaker Store „Best Sneakers“ aus München. Der Geschäftsführer möchte ein neues Schuh-Design auf den Markt bringen, welches dem Begriff „Schuh“ eine komplett neue Definition bringen soll. Seine ersten Entwürfe sind so innovativ und fernab von allem, was auf dem Markt ist, dass er Probleme bei der Markteinführung kommen sieht. Daher spricht er sich mit unseren Beratern ab und erfährt vom Build-Measure-Learn Loop.

Kurzbeschreibung:

Der Kreislauf startet mit einer Idee. Aus der Idee resultiert ein minimum viable product (zu Deutsch: „Minimum lebensfähiges Produkt“ oder MVP); dieses Produkt hat gerade genug Features, um es auf den Markt zu bringen. Dort targetiert man frühzeitige Anwender (Menschen die gerne neue Produkte ausprobieren) und holt sich Feedback ein. Aus diesen Daten lernt man, überdenkt seine Idee und startet den Kreis von vorne.

Anwendung:

Wie können wir dieses Wissen nun für „Best Sneakers“ nutzen? Als Erstes formulieren wir die Idee des Geschäftsführers noch mal neu: „Der neue Schuh sollte das Laufen des Menschen unterstützen bzw. erleichtern“. Er hat mehrere Ideen, wie man dies ermöglichen könnte. Die vielversprechendste Idee ist, die Sohlen mit versteckten Sprungfedern zu versehen. Das hätte zur Folge, dass jeder Schritt verstärkt wird. Man läuft automatisch schneller und leichter. Im nächsten Schritt lassen wir Prototypen anfertigen und stellen sie im Münchener Geschäft aus. Auf Leihbasis können die Kunden die neuen Schuhe ausprobieren. Mit Hilfe des Feedbacks passen wir die Idee erneut an und implementieren das nächste Feature. Die Sprungfedern kommen gut an und dürfen im nächsten Prototypen wieder verbaut werden. Zusätzlich werden versteckte Solarpanels und ein Akku verbaut. Die Idee des Geschäftsführers ist es, dass man seine Powerbank im Schuh verbaut hat. Diese Idee kommt bei den Testkunden nicht gut an, da der Schuh schwerer wird und so der Effekt der Sprungfedern gehemmt wird. Im nächsten MVP wird der Akku also nicht wieder verbaut. Diese Entwicklung wird so oft wiederholt, bis man ein marktfähiges Produkt erhält.

Wozu ist das Ganze gut?

Mit Hilfe des Build-Measure-Learn Loops können Sie sehr früh in der Produktentwicklung Feedback von den Kunden einholen. Das müssen Sie auch nicht unbedingt mit Prototypen machen. Sie könnten zum Beispiel auch Konstruktionen in 3D drucken lassen. Lesen Sie dazu gerne unseren Beitrag über das Rapid Prototyping. Wichtig ist, dass Sie Ihre möglichen Kunden mitentscheiden lassen. Oft ist das Problem, was Sie sehen, gar nicht so entscheidend, wie Sie zunächst denken. Es bringt Ihnen nichts, ein vollständiges Produkt auf den Markt zu bringen ohne es zu testen. Sparen Sie das Geld, indem Sie den Build-Measure-Learn Loop in Ihre Produktentwicklung einfügen.

Haben Sie noch Fragen zum Lean Start-Up? Schreiben Sie uns gerne unter contact(at)ellmann-consulting.com

LukasEllmann

Lukas arbeitet seit 2018 selbstständig als Unternehmensberater. Schon früh hat er sich auf Dienstleistungen für produzierende Betriebe mit fünf bis 50 Mitarbeitern spezialisiert. Diese Unternehmen stehen meist vor der Herausforderung, dass die Geschäftsführung zwar Analysen fordert, die Verstärkung der kaufmännischen Abteilungen sich jedoch nicht lohnt. Ohne entsprechende Tools können die bereits eingestellten Kaufleute diese Aufgabe aber nicht stemmen.

Schreib eine Nachricht

Abbonieren Sie jetzt unseren Newsletter!