Klare Ziele stecken

by Lukas Ellmann

Klare Ziele stecken

by Lukas Ellmann

by Lukas Ellmann

Die Darstellung und Analyse des Problems dient nun als Grundlage für die Definition der Ziele. Nur durch ein klares Abstecken der gewünschten Resultate der Problembehebung, also wie der Prozess nach der Behebung des Problems funktionieren soll, können diese schlussendlich auch erreicht werden.

Hierbei sollten Sie vermeiden, ein einziges allgemeines Ziel zu verfassen. Stattdessen bietet es sich an, eine Reihe detaillierter Ziele zu formulieren. Dabei ist jedoch eine klare Priorisierung einzelner Ziele vonnöten. Wir empfehlen eine einfache Kategorisierung von A bis C, bei der jene Ziele, die der Kategorie A untergeordnet werden, die wichtigsten sind und die unwichtigsten in Kategorie C ihren Platz finden. Erfahrungswerte zeigen dabei auch, dass weitere Kategorisierungen oder Hervorhebungen einzelner Ziele innerhalb der Kategorien (z. B. AAA oder A++) nicht zielführend sind. Wenn ein A-Ziel – dem zuvor aufgeführten Beispielsfall eines nicht rational funktionierenden Content Management Systems folgend könnte dies beispielsweise die Behebung von Problemen bzgl. des Abspeicherns neuen Contents sein – durch Terminprobleme zum AAA-Ziel erhoben wird. Ein eigentlich ebenbürtiges Ziel, also ein anderes A-Ziel, kann dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die strukturierte Prozessbildung ist eine klare Einordnung in Kategorie A-C deutlich einfacher zu verwalten. Sollte im Arbeitsalltag ein Ziel an Bedeutung gewinnen, können sie noch immer ein anderes A-Ziel zu einem B-Ziel degradieren, um die höhere Priorisierung des Ziels zu verdeutlichen.

Die SMART-Methode

Für die Entwicklung von Zielen empfehlen wir die weitgehend bekannte SMART-Methode. SMART steht dabei für „spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert“. Das Befolgen dieser Methode sorgt dafür, dass sämtliche gesteckte Ziele unmissverständlich formuliert sind, ihre Effekte im Nachhinein nachvollziehbar sind, sie das gewünschte Resultat herbeiführen, sie umsetzbar sind und auch zeitlich realistisch sind.

Angenommen, dass in unserem Beispiel des ineffizienten CMS die Grafikabteilung insgesamt vier Buttons geklickt werden müssen und nach jedem Knopfdruck eine neue Seite geladen wird, bevor ein gewünschtes Bild in das CMS hochgeladen wird, könnte ein SMART-Ziel wie folgt formuliert sein: „Vereinfachung des Hochladens von Bildern durch das Minimieren von Knopfdrücken im CMS während des Upload-Prozesses bis zum 01.06.2019, um die Bedienung des CMS zeitlich effizienter zu gestalten“. Diese Formulierung ist spezifisch genug, sodass die IT-Abteilung weiß, was von ihr verlangt wird. Außerdem wird klar, wie sie das Ergebnis messbar ist (Anzahl Knopfdrücke sowie Dauer der Ladezeit). Daneben wird das übergeordnete Ziel, nämlich der Verbesserung der Effizienz des CMS betont und klare Angaben gegeben, wie das Ziel umsetzbar ist und in welchen Zeitraum diese Umsetzung von den Mitarbeitern erwartet wird.

Das Negativbeispiel für die Formulierung desselben Ziels wäre beispielsweise folgende: „Machen, dass das CMS runder zu bedienen ist“. Wenn ein Ziel auf diese Weise formuliert wird, ist keines der SMART-Komponenten vertreten und somit ist eine Umsetzung deutlich schwieriger. Das erwartete Resultat wird nicht spezifisch und klar verständlich genannt, die zu messenden Werte werden nicht adressiert und es wird kein Zeitraum für die Umsetzung genannt. Dadurch ist es unwahrscheinlich, dass dieses Ziel zum gewünschten Resultat führt.

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Lukas arbeitet seit 2018 selbstständig als Unternehmensberater. Schon früh hat er sich auf Dienstleistungen für produzierende Betriebe und Start-Ups spezialisiert. Die Kernkompetenzen der Beratung liegen im Verkauf/Marketing, Pricing und Prozessmanagement.

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