Die Problemlösung

by LukasEllmann

Die Problemlösung

by LukasEllmann

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Diese zuvor erörterten Ursachen müssen nun, priorisiert, aufgeschrieben werden. Im Anschluss, da Sie einen klaren Überblick über die Problematik und ihre unterliegenden Ursachen geschaffen haben, geht es an die Suche nach möglichen Lösungsansätzen.

Dabei ist es für den die Suche nach handfesten Lösungsvorschlägen unbedingt notwendig, diese Lösungen klar zu beschriften. Dabei bekommen die Ursachen, gestaffelt nach Priorität, eine Zahl zugeteilt. Die Kennzeichnung der Lösungsansätze folgt demselben Schema, folgen jedoch aus Gründen der Unterscheidbarkeit einer aufsteigenden Buchstabenfolge anstelle einer Nummerierung. So könnte, in unserem Beispiel, der Kategorie IT die höchste Priorität zugeschrieben werden und das ineffektive Hochladen von Bildern ein ebenso hoher Stellenwert zugeordnet werden. Dieser Punkt wäre dann mit „1a“ zu betiteln.

Die Problemlösung: Mit einer Kosten-Nutzen-Analyse zum Maßnahmenplan

Die so eingeordneten Ursachen und die entsprechenden Lösungsansätze werden jetzt, mittels einer Nutzen-Kosten-Analyse, bewertet. Erstellen Sie hierzu ein einfaches Koordinatensystem, an deren y-Achse die Kosten und an deren x-Achse den Nutzen repräsentiert werden. Es bietet sich an, diese schematisch darzustellen und die y- sowie die x-Achse von 0 bis 1 in 0,1-Schritten zu beschriften. Sie können auch 1-Schritte in einer Beschriftung von 1 bis 10 o. ä. wählen, wie es Ihnen am einfachsten fällt. Es reicht ohnehin, einen Schätzwert einzutragen, da präzise Angaben zu Kosten und Nutzen in diesem Stadium ohnehin nur selten vorliegen. Ihre Einschätzung zu Kosten und Nutzen müssen nun, individuell für jede Ursache mitsamt den entsprechenden Lösungsansätzen, also beispielsweise 1a, 2c, 3b etc., eingetragen werden. So entsteht eine möglichst objektive Einschätzung des Verhältnisses zwischen den beiden Faktoren Kosten und Nutzen.


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Angenommen also, dass unsere Beispiellösung, die wir bereits mit 1a betitelt haben, einen höheren Nutzen als 1b hat, was beispielsweise das Reduzieren der Größe hochgeladener Bilder beinhaltet, 1a allerdings zu maßgeblich höheren Kosten führen würde. Dieses Verhältnis müsste von Ihnen im kommenden Schritt – der Erstellung eines genauen Maßnahmenplans – berücksichtigt werden. Der Maßnahmenplan ist eine tabellarische, priorisierte Aufführung der Lösungsvorschläge, für die Sie sich nach der Kosten-Nutzen-Analyse entschieden haben. Diese Darstellung beinhaltet neben der Aufgabenstellung auch die verantwortlichen Mitarbeiter sowie ein realistisches Abschlussdatum. Der so entstandene Plan beinhaltet sämtliche Maßnahmen, die zu der Lösung des ursprünglichen Problems beitragen und berücksichtigt ebenfalls die Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen.

Zusätzlich ist es wichtig, einen Gesamtverantwortlichen für die Ausführung sämtlicher Maßnahmen zu ernennen. Dieser ist dann die Kontrollinstanz und der Ansprechpartner für das gesamte Vorhaben der Problembehebung. Idealerweise ist der ernannte Mitarbeiter bei keiner der Maßnahmen an der direkten Umsetzung beteiligt. In unserem Beispiel würde es also wenig Sinn ergeben, einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin aus der IT-Abteilung mit der Kontrolle der planmäßigen Ausführung der Maßnahmen zu betrauen. Stattdessen bietet es sich an jemanden zu wählen, der in einem anderen Tätigkeitsfeld agiert und beispielsweise im Projektmanagement über Expertise verfügt.

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Lukas arbeitet seit 2018 selbstständig als Unternehmensberater. Schon früh hat er sich auf Dienstleistungen für produzierende Betriebe und Start-Ups spezialisiert. Die Kernkompetenzen der Beratung liegen im Verkauf/Marketing, Pricing und Prozessmanagement.

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