Corporate Development & Finance | Ellmann Consulting

Corporate Development & Finance

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann Keine Kommentare

Zweijähriges Jubiläum

Zwei Jahre ist es nun also schon her, dass ich mich in die Selbstständigkeit begeben habe. Von der Prozessberatung, zur Marketingberatung und schließlich zu Marktanalysen und Businesspläne – wer glaubt es ging alles reibungslos und ohne Umwege hat weit gefehlt. In diesem Beitrag sprechen wir über das zweite Jahr meiner Selbstständigkeit, hören was die Kunden sagen und schauen wie es in Zukunft weitergeht. Eins ist sicher: Ich stehe vor einem großen Umbruch.

Endspurt im Jahr 2019

Zwischen August und Oktober 2019 wurde die Entscheidung getroffen den Fokus vom Studium auf die Selbstständigkeit zu wechseln. Meine Wohnung in Aachen habe ich gekündigt und ich bin zurück nach Vechta gezogen, wo ich mein erstes eigenes Büro beziehen durfte. Die Produktivität und die Umsätze stiegen rasant an und ich konnte im letzten Quartal mehr Kunden akquirieren als zusammen in den drei Quartalen zuvor.

Learning: Mit entsprechendem Fokus wird das Projekt “Selbstständigkeit” funktionieren.

Zudem habe ich in dieser Zeit vermehrt an standardisierten Produkten gearbeitet, welche man ohne weiteres Zutun verkaufen kann. Diese kamen im Markt nicht gut an. Retrospektiv betrachtet, habe ich hier aber auch zu wenig Geld ins Marketing gesteckt und zu viel Zeit in die Produktentwicklung, bevor der Market-Fit getestet wurde. Fehler, die ich nicht nochmal machen werde.

Das verflixte Jahr 2020 – oder doch nicht?

Im Jahr 2020 sollte vor allem eins passieren: Das Geschäft sollte professioneller werden. Zum Jahresstart bin ich noch davon ausgegangen, dass ich im Oktober 2020 fertig mit dem Studium sei – danke Corona. Dadurch war das Jahr definitiv meine Feuertaufe und ich muss mir selbst beweisen, dass ich auch nach dem Studium selbstständig bleiben kann und sollte.

Januar – Nach dem bis dato umsatzstärksten Monat im Dezember 2019, begann der Januar relativ verhalten. Anfang des Monats war noch Winterpause und Ende des Monats begann die Klausurenphase. Zu erwähnen ist die Umstellung auf das Debitoor Rechnungsprogramm – highly recommend – und die Kontaktaufnahme einer großen englischen Aktiengesellschaft.

Februar – Im Februar bin ich mit dem Fokus meiner Dienstleistungen auf die Marktanalyse umgeschwenkt, was sich direkt ausgezahlt hat. Mit großem Abstand wurde hier der neue Rekordumsatz aufgestellt.

März – Im März hat mir die Corona-Pandemie einen großen Kunden und zehn Credit-Punkte in der Universität gestohlen, wodurch ich meinen Abschluss erst im April 2021 bekommen werde… ABER ich konnte in diesem Monat meinen besten Freund auf Teilzeit einstellen.

April – Die längste Homeoffice-Zeit meines Lebens hat Spuren in der Produktivität hinterlassen…

Mai – Im Mai konnte ich endlich zurück ins Büro und direkt gab es einen neuen Rekord. Ich durfte verschiedene Projekte mit Kunden auf der ganzen Welt betreuen. Insgesamt wurden in diesem Monat Rechnungen auf vier verschiedene Kontinente geschickt (das wird den Steuerberater beim Jahresabschluss freuen).

Juni – Im Juni haben Steffen und ich die Zusammenarbeit wieder beendet. Er geht nun einen spannenden neuen Weg & dafür wünsche ich ihm alles Gute. An dieser Stelle nochmal vielen Dank, Steffen. Ich konnte viel durch die gemeinsame Zeit lernen.

Juli – Im Jubiläumsmonat sind gleich zwei tolle Dinge passiert. Zuallererst hat die Skalierung der Businessplan-Dienstleistung begonnen, was zur Folge hat, dass ich nun ausrechnen kann wie viele Neukundenanfragen ich pro Tag bekomme. Das Beste: Es ist steuerbar. Das zweite ist, dass ich eine neue Marke kreiert habe. Ankündigen möchte ich hier noch nicht allzu viel, aber es wird die erste offizielle Untermarke von Ellmann Consulting.

Während in der Welt also alles drunter und drüber läuft, geht es hier sehr gut voran. Für mich doch wohl nicht das verflixte 2020.

Kundenfeedback

Im Zuge der Professionalisierung habe ich auch das Sammeln der Kundenreferenzen verändert. Ich frage nun nicht mehr privat nach Feedback, sondern lasse meine Kunden öffentlich auf Google und Facebook zu Worte kommen. Zusätzlich gibt es jetzt Beispielprojekte inkl. Feedback auf meiner Website.

Beispielprojekte: https://www.ellmann-consulting.com/portfolio/

Hier ein paar zusätzliche Highlights:

„Nach anfänglicher Skepsis übertrugen wir Herrn Ellmann schließlich das Mandat zur Erstellung eines Business-Plans. Und ich muss sagen: Herr Ellmann packte das Vorhaben, uns einen B.-Plan zu erstellen, der Banken und Investoren, präsentiert werden kann, hoch professionell an.  Nach intensivem 4-tägigen Datenaustausch fertigte Herr Ellmann einen Businessplan an, der selbst von einer namhaften Wirtschaftprüfungsgesellschaft für “ausgezeichnet” eingestuft wurde.

Wir danken Herrn Ellmann für seinen unermüdlichen Einsatz, verbunden mit hoch professioneller Vorgehensweise und Einhaltung der zeitlichen Vorgaben! Wir können die Firma Ellmann-Consulting guten Gewissens weiterempfehlen!“

  • Wolfgang Mellmann, Geschäftsführer, Projektaufgabe: Erstellung eines vollständigen Businessplans

„Effective, knowledgeable, reliable and timely, Lukas has all the qualities you need from a consultant. His market research was insightful and the results were solid. Highly recommended.“

  • Elena Panizza, Partnerin bei Mojo Barcelona, Projektaufgabe: Marktanalyse im Bereich Buyer Persona

„One of the best Business consultant in area. He is young, passionate, competitive and professional. He is honest with his clients and makes every possible effort to fulfill the requirements. I would definitely recommend him. 10/10 👍“

  • Tahir Cheema, Geschäftsführer, Projektaufgabe: Businessplan für einen KfW-Kredit

„Schnelle und professionelle Umsetzung. Ich kann Lukas weiterempfehlen.“

  • Dominik Enzenauer, Geschäftsführer Topikon UG, Projektaufgabe: Strategieberatung

Wie es weitergeht…

Zunächst wird die Skalierung der Businessplan-Dienstleistung vorangetrieben. Auf Dauer werde ich hier wahrscheinlich ein bis zwei Werkstudenten brauchen, die mir zuarbeiten. Dafür muss allerdings vorab noch einiges geklärt werden. Parallel arbeite ich weiter an der neuen Marke, welche mir auf Dauer einen neuen Geschäftszweig im Start-Up-Bereich eröffnen soll. Ich war schon immer vom Gründen begeistert und ich möchte unbedingt Gründer*innen helfen ihre Ideen zu verwirklichen. Meine größten Stärken sehe ich dabei in der Finanzierung und im Ertragsmanagement. Sobald es dazu mehr gibt, werde ich hier nochmal einen ausführlichen Bericht über die neue Marke veröffentlichen.

Dankeschön!

Ich könnte in diesem Abschlussstatement exakt das Gleiche schreiben wie vor einem Jahr und das nicht, weil sich nichts verändert hätte, sondern weil immer noch alle die mich persönlich kennen voll hinter mir stehen. Dafür tausenddank! Ich weiß das ist nicht selbstverständlich.

Danke auch an alle meine Kunden. Ich konnte in über 120 Projekten so viel lernen das ich nicht wissen will, wie lange das im Angestelltenverhältnis gedauert hätte. Ich kenne mittlerweile so viele inspirierende Persönlichkeiten, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Über 70 Kunden haben sich mittlerweile öffentlich über meine Arbeit geäußert, vielen Dank!

Ich muss mir immer wieder vor Augen halten, dass dies erst die Vorbereitungsphase ist. Noch bis April 2021 bin ich Vollzeit-Student. Wenn alles so weiterläuft werde ich nach dem Studium mit einem Vorsprung starten, den ich mir nicht hätte vorstellen können. Von mir aus kann der Umbruch jetzt bald kommen, ich bin bereit.

“They call us ‘Dreamers’, but we are the ones who don’t sleep.”

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann Keine Kommentare

Thyssenkrupp Marktanalyse

Thyssenkrupp steckt tief in der Krise, und zwar so tief, dass auch der aufgenommene Kredit in Höhe von einer Milliarde eventuell nicht weiterhelfen wird. Wie schlimm steht es um den DAX-Konzern und können sie sich noch aus der Misere ziehen?

Dieser Beitrag richtet sich in erster Linie an:

  • Interessenten der Thyssenkrupp-Gruppe
  • Gewerbliche, die an einer Marktanalyse interessiert sind
  • Wirtschaftlich interessierte Leser

Ihre Zeit ist uns sehr wichtig, daher wählen Sie gerne die Option, welche Ihnen am meisten zusagt: 

Wir möchten an dieser Stelle vorab erwähnen, dass wir natürlich nicht alle Pläne des Vorstands vollständig durchblicken können. Wir haben uns anhand verschiedener Quellen, welche allesamt angegeben sind, ein eigenes Bild von der aktuellen Lage gemacht und argumentieren aufgrund öffentlich zugänglicher Informationen. Zusammen schauen wir uns in diesem Beitrag die Firma Thyssenkrupp sowie deren Marktumfeld qualitativ an und leiten aus den erschlossenen Informationen Problemfelder und Handlungsalternativen ab.

Die Ausgangslage

Sprechen wir im ersten Schritt über die Aktiengesellschaft, damit wir alle verstehen wie Thyssenkrupp Umsatz erzielt. Im Quartalsbericht vom 13.02.2020 wies die Gesellschaft Umsatz in sieben verschiedenen Bereichen aus. Dieser Zwischenbericht bezieht sich auf den Zeitraum 1. Okt. 2019 – 31. Dez. 2019. Wir haben die sieben Bereiche, absteigend sortiert nach EBIT (in Mio. €), für Sie aufgelistet:

  • Elevator Technology (207),
  • Industrial Components (43),
  • Materials Services (11),
  • Marine Systems (0),
  • Plant Technology (-19),
  • Automotive Technology (-78) und
  • Steel Europe (-166).

Zusammen mit dem Corporate Headquarters (-103) und der Überleitung (-10) weist der Konzern ein EBIT von insgesamt -115 Mio. Euro aus. Das bereinigte EBIT liegt bei 50 Mio. Euro1.


Wir haben an dieser Stelle die letzten Quartalszahlen genommen, weil diese am aktuellsten sind. Natürlich versuchen wir im Folgenden langfristiger zu schauen. Der Konzern befindet sich aktuell in einer Restrukturierung und die nächsten Quartalszahlen werden kein viel besseres Bild abgeben (zumal der Auftragsausfall durch die Corona-Krise noch dazu kommt). Wir interessieren uns für die langfristige Ausrichtung des Konzerns.


In der dazugehörigen Pressemitteilung spricht Thyssenkrupp davon, dass die Restrukturierungsmaßnahmen wie geplant voranschreiten. Mit einer freien Liquidität von 5,1 Mrd. Euro sieht sich der Konzern, trotz der Netto-Finanzschulden von 7,1 Mrd. Euro sowie eines Free Cashflow vor M&A von -2,5 Mrd. Euro, als „solide finanziert“.

Für das Jahr 2020 erwartet der Konzern wieder einen deutlich negativen Free Cashflow vor M&A von -1,1 Mrd. Euro und einen „deutlich höheren Jahresfehlbetrag als im Vorjahr“ aufgrund der Restrukturierung2.

Mit anderen Worten: Der Konzern verbrennt enorm viel Geld, sieht sich aber gut finanziert. Das war vor der Corona-Krise.

Ein paar Tage später sieht man dann auch wieso Thyssenkrupp sich als gut finanziert sieht, denn am 27.02.2020 wurde eine Pressemitteilung veröffentlicht, in welcher der Verkauf des Aufzugsgeschäfts verkündet wird. 17,2 Mrd. Euro erhält der Konzern und der Abschluss der Transaktion wird für Ende Juni 2020 erwartet.

Die Vorstandsvorsitzende Martina Merz verrät, dass die Mittel zum einen für die Entschuldung des Unternehmens und zum anderen für strategische Investitionen verwendet werden sollen3.

Wir erinnern uns gemeinsam an die absteigende Sortierung der Geschäftsbereiche zurück und sehen, dass der Bereich Elevator Technology mit großem Abstand an erster Stelle stand. Dieser ist nun verkauft.

Was sind die größten Probleme?

Am 02.04.2020 schrieb das Capital über den „Risikopatienten Thyssenkrupp“ und schildert die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie. Die Kernaussagen haben wir hier einmal zusammengefasst4:

  1. Statt der versprochenen neuen Strategie gibt es nun ein „Sofortpaket Corona-Krise“
  2. Investitionen werden hintenangestellt und Ausgaben minimiert
  3. IG-Metall hält sich vorerst zurück

Einen Monat später steht Thyssenkrupp groß im Handelsblatt „eine Milliarde Euro Staatshilfe“. Die Sanierung ist, in der ursprünglichen Planung, wohl passé und kurzfristig wird der Schuldenstand noch weiter erhöht statt, wie geplant, abgebaut. Das Stahlgeschäft leidet stark unter den Produktionsstopps der Automobilindustrie und ohne große Investitionen kann Thyssenkrupp die wettbewerbsfähig nicht wiederherstellen5.

In kurzen Stichpunkten:

  • Mit der Aufzugsparte wurde der lukrativste Geschäftsbereich verkauft
  • Die Einnahmen aus dem Verkauf können nicht wie geplant für Investitionen genutzt werden
  • Um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, oder zu erhalten, muss Thyssenkrupp investieren
  • Die EU-Klimaziele 2030 werden ohne weitere Investitionen ebenfalls nicht erreicht
  • Die bleibenden Einnahmen aus den anderen Geschäftsbereichen werden durch die Corona-Pandemie einbrechen
  • Die Schuldenlast ist erdrückend hoch und wird nun noch weiter erhöht
  • Das Eigenkapital ist im besten Fall dürftig und der Free Cashflow in der aktuellen Lage schnell aufgebraucht

Wie geht es weiter?

Zunächst muss Thyssenkrupp sich mit einer deutlichen Kostensenkung beschäftigen, da die aktuellen Kosten weder verhältnismäßig noch tragbar sind. Diesen Umstand scheint der Vorstand und auch die Gewerkschaft verstanden zu haben. Es wird nun deutlich mehr Flexibilität in der Umbesetzung von Arbeitsplätzen erreicht und 3000 Stellen werden abgebaut.

Dem steht aktuell entgegen, dass der Stahlpreis erhöht ist, die Konkurrenz teilweise deutlich günstiger produziert und die Nachfrage enorm abgefallen ist.

Zusätzlich zur geplanten Kostensenkung muss die Liquidität gestützt werden. Dazu hat Thyssenkrupp eine Milliarde bei der KFW Bank aufgenommen. Allerdings war die Absicherung des Kredits sehr schwierig, das bedeutet, sollte der Betrag nicht ausreichen wird eine erneute Finanzierung kompliziert.

Im nächsten Schritt werden dann Investitionen fällig, um die Markt- und Technologieposition zu stützen. Diese Investitionen werden aufgrund der aktuellen Lage gestreckt. Hier sehen wir das größte Problem, denn wie im vorherigen Abschnitt geschildert, werden diese Investitionen dringend benötigt.

In aller Deutlichkeit: Thyssenkrupp verliert die Einnahmen aus seinem lukrativsten Geschäft und die anderen Bereiche leiden, teilweise sehr stark, unter der Corona-Krise. Sollte die Liquidität erneut knapp werden scheint eine weitere Finanzierung sehr schwierig und die Bundesregierung müsste eingreifen.

Fazit & Handlungsempfehlungen

Für Thyssenkrupp kommt die Corona-Krise zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Wir würden nicht so weit gehen und sagen, dass der Verkauf des Aufzugssegments ein Lichtblick war, aber immerhin hatte man gerade eine Strategie erkannt. Diese ist nun notgedrungen angepasst worden, wodurch es fraglich ist, ob die geplanten Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen wirklich ausreichend sind.

Thyssenkrupp muss sich unserer Meinung nach schnellstmöglich selbst hinterfragen. Wer in seinem Geschäftsbericht in den verschiedenen Bereichen des Öfteren von einem „schwierigen Marktumfeld“ sprechen muss, hat augenscheinlich ein Problem mit seinem Geschäftsmodell. Lediglich in einem von sieben Bereichen wurde ein sehr gutes Ergebnis erzielt und dieses wurde nun verkauft. Es bleiben sechs schwächere Geschäftsbereiche die einen Konzern stützen sollen, welcher bereits in der Schieflage steht.

Durch Kostensenkungen soll das EBIT auf Dauer um 200 Mio. Euro pro Jahr gesteigert werden. Allein der Bereich Steel Europe vernichtete 166 Mio. Euro im ersten Quartal. Aus diesem Blickwinkel ist fraglich, ob die angestrebte Kostensenkung ausreichend ist.

Während der Analyse haben wir zwar festgestellt, dass Thyssenkrupp sich über Ihren USP im Klaren ist, aber wir haben eine Selbstreflexion in den einzelnen Bereichen stark vermisst.

Während der Bewältigung der aktuellen Krise sollte nicht die Zukunft vergessen werden. Allerdings ist ohne die Bewältigung eine Zukunftsplanung hinfällig. Es bedarf, unserer Meinung nach, deutlich gravierenderer Entscheidungen, ansonsten wird die Bewältigung sehr schwierig.

Quellen

1: thyssenkrupp, Zwischenbericht 1. Quartal 2019/2020, 13.02.2020

2: thyssenkrupp, Pressemitteilung, 13.02.2020

3: thyssenkrupp, Pressemitteilung, 27.02.2020

4: Capital, Risikopatient Thyssenkrupp, 02.04.2020, aufgerufen am 03.05.2020

5: Handelsblatt, Thyssen-Krupp bekommt eine Milliarde Euro Staatshilfe, 30.04.2020, aufgerufen am 03.05.2020

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann 2 Kommentare

Marktanalyse durchführen

In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über das vielschichtige Thema „Marktanalysen“. Dabei gehen wir darauf ein, was eine Marktanalyse überhaupt ist, was diese beinhalten sollte und vom wem sie durchgeführt werden sollte. Dieser Beitrag ist vor allem für:

  • Kleine und Mittelständische Unternehmen
  • Geschäftsführer
  • Produktmanager / Projektmanager
  • Jeden, der sich einen Überblick über das Thema machen möchte

Ihre Zeit ist uns sehr wichtig, daher wählen Sie gerne die Option, welche Ihnen am meisten zusagt: 

Springen Sie gerne direkt zu dem Thema welches Sie am meisten interessiert:

  1. Marktanalysen als Entscheidungshilfe
  2. Wozu Marktanalysen durchführen?
  3. Inhalt einer Marktanalyse
  4. Vom wem sollte eine Marktanalyse angefertigt werden?
  5. Anleitung für die Erstellung einer Marktanalyse
  6. Was kostet eine Marktanalyse?

Marktanalysen helfen dabei bessere Entscheidungen zu treffen

Wenn man einen neuen Markt erschließen möchte oder ein neues Produkt in sein Portfolio aufnehmen möchte, gibt es oftmals eine Vielzahl an Möglichkeiten. Wenn ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen z.B. nach China expandieren möchte, um dort eine Tochtergesellschaft zu eröffnen, gibt es einige Fragen: Hat der Markt Potenzial für einen weiteren Teilnehmer? Wie hoch sind meine Absatzchancen? Als wie hoch muss ich das Risiko einschätzen? Diese und weitere Fragen sollte man sich zwingend stellen, um eine mögliche Vorgehensweise festzulegen.

Anschließend kommen weitere Fragen auf einen zu: Soll ich die Tochtergesellschaft mit dem Markt heimischen Mitarbeitern besetzen oder auf bewährte Kräfte setzen, die bereits im Unternehmen sind? Macht es Sinn, vor Ort eine Produktion zu eröffnen oder soll ich die Waren in meinen bisherigen Produktionswerken herstellen und anschließend nach China verschicken?

Durch eine gründliche Analyse des Marktes und eine darauf aufbauende Planung kann man vielen Risiken vorbeugen und seine Chance auf Erfolg entsprechend erhöhen.

Für welche Tür entscheiden Sie sich?


Die richtigen Informationen sind der Grundstein für das weitere Vorgehen

Für jede Unternehmensexpansion und jeden Markteintritt benötigen Sie so viele Informationen wie möglich, welche zusammengefasst und anschließend sorgfältig ausgewertet werden müssen. Mit Hilfe dieser Grundlage können Sie erst strategische Entscheidungen bewusst treffen.

Dasselbe gilt für neue Geschäftsideen oder Unternehmensgründungen. Denn ohne eine systematische Marktanalyse, in welcher alle Aspekte eines Geschäfts beleuchtet werden, ist auch die beste Idee zum Scheitern verurteilt.

Mit Hilfe einer professionellen Marktanalyse erfahren Sie unter anderem:

  • die Marktgröße und das jährliche Wachstum
  • was ihre Kunden sich von Ihrem Produkt erwarten
  • was die Konkurrenten machen
  • das zukünftige Marktpotenzial
  • wie die Branche sich entwickelt hat und wird
  • gesetzliche Bestimmungen
  • und vieles mehr

Ohne diese Informationen kann eine Entscheidung für oder gegen eine Unternehmensexpansion oder einen Markteintritt nicht mit gutem Gewissen getroffen werden.

Vergessen werden sollte auch nicht, dass es neben der Marktanalyse noch weitere wichtige Analysen gibt, welche es durchzuführen gilt. Dazu gehört z. B. eine sorgfältige Standortanalyse.

Diese Bereiche sollten in einer Marktanalyse beantwortet werden

Wie oben beschrieben, sind Märkte, Kundenwünsche, Zielgruppen Verhalten, etc. komplexe Angelegenheiten. Eine Marktanalyse ist deshalb keine einfache Sache, welche nebenbei durchgeführt werden sollte. Die zu untersuchenden Faktoren und Aspekte sind vielseitig und facettenreich.  Zum besseren Verständnis und für ein systematisches Vorgehen ist es sicherlich eine gute Idee, das Vorhaben in verschieden Untersuchungsbereiche aufzuteilen:

  • Analyse der Rahmenbedingungen
    Unter welchen Rahmenbedingungen ist das Unternehmen am Markt aktiv, bzw. sollte das Unternehmen aktiv werden. Wichtig sind hier beispielsweise rechtliche Rahmenbedingungen, Trends, Entwicklungen in Sachen Technik, Technologie und Verfahren, usw.
  • Branchenanalyse
    Wie sieht die momentane wirtschaftliche Situation der angestrebten Branche aus? Welche Entwicklungen hat diese in der jüngeren Zeit durchlaufen und welche Tendenzen sind zu erwarten?
  • Absatzanalyse
    Welche Marktdaten beeinflussen den Absatz? Wie sieht es derzeit mit dem Absatz aus und wie kann dieser sinnvoll geplant werden?
  • Vertriebsanalyse
    Welche Vertriebswege stehen zur Verfügung? Welche sind besonders sinnvoll? Kann ich vom derzeitigen Standort aus das geplante Produkt oder die neue Dienstleistung überhaupt anbieten und vertreiben?
  • Kundenanalyse/Zielgruppenanalyse
    Wer soll das Produkt kaufen? Welche Eigenschaften sollte das Produkt haben, damit die Kunden Interesse daran haben?
  • Konkurrenzanalyse
    Welche Stärken und Schwächen haben die Produkte der Konkurrenz? Welche Position kann und will ich mit meinem Unternehmen einnehmen?

Jedes Thema für sich genommen kann Bände füllen und ist sicherlich gleichermaßen komplex wie wichtig. Zu den verschiedenen Themen werden regelmäßig Beiträge hochgeladen, welche Sie ebenfalls auf unserer Homepage finden können.

Vom wem sollte die Marktanalyse durchgeführt werden?

Die Frage danach, vom wem eine Marktanalyse durchgeführt werden sollte, ist keine einfach zu beantwortende Frage. Die relativ hohen Kosten, welche mit der Beauftragung eines Marktforschungsinstitutes oder einer Unternehmensberatung einhergehen, sind wir einige Unternehmen Grund für die Überlegung, interne Ressourcen für die Anfertigung eben dieser Analyse zu nutzen. Dabei werden oftmals entscheidende Faktoren außen vorgelassen, welche für eine externe Marktanalyse sprechen. Als Unternehmen sollte man sich daher folgende Fragen stellen:

  • Hat der beauftragte Mitarbeiter die Kompetenz, fundierte Daten für die strategische Planung zu sammeln, diese zu bewerten und zusammen zu fassen?
  • Hat der Mitarbeiter neben seiner eigentlichen Aufgabe die Zeit, eine professionelle Marktanalyse durchzuführen?
  • Kann der Mitarbeiter objektiv an das Thema herangehen, damit mögliche Schlussfolgerungen unvoreingenommen getroffen werden?

Gründe für die Auslagerung einer Marktanalyse

Der erste Grund für die Auslagerung einer Marktanalyse ist die Datenbeschaffung. Oftmals stellt die Suche nach geeigneten Quellen schon ein Problem dar. Generell können Sie wertvolle Informationen vom statistischen Bundesamt oder von entsprechenden Stellen auf Ebene der Bundesländer erhalten. Natürlich können auch Marktforschungsinstitute kontaktiert oder im Internet recherchiert werden. Auch durch eine eigens durchgeführte Umfrage können oftmals relevante Informationen erzielt werden.

Ein professioneller Anbieter hat mehrere verlässliche Quellen für Informationen über Märkte, Branchen, Konkurrenten, Produkte und vieles mehr an der Hand, an welche man in den meisten Fällen durch eine reine Internetrecherche nicht kostenlos kommt.

Ein weiterer Faktor, der für die Beauftragung eines Anbieters spricht, ist sicherlich auch dessen Neutralität. Denn wenn es um die eigene Firma, das eigene Produkt oder die eigens entwickelte Dienstleistung geht, sind die wenigsten Unternehmer und Mitarbeiter tatsächlich objektiv. Gerade für die Marktanalyse ist jedoch eine schonungslose Objektivität und eine verantwortungsbewusste Ehrlichkeit und Transparenz von großer Bedeutung. Denn nur so bekommen Sie korrekte Resultate, auf denen dann z.B. der Businessplan aufgebaut werden oder das weitere Vorgehen ermittelt werden kann.

Der dritte Grund ist die Gewährleistung der Validität der Daten. Die meisten Menschen suchen bei Google nach Informationen. Die Wenigsten prüfen die Richtigkeit der gefundenen Ergebnisse. Noch weniger schauen bei Google über die erste Seite hinaus. Unternehmensberatungen und Marktforschen nutzen Crawling Tools, die nahezu alle Informationen finden und die Analysten prüfen die Informationen auf Richtigkeit. Es gibt nichts Schlimmeres als wenn Unternehmensentscheidungen auf Grundlage falscher Informationen getroffen werden.

Wie erstelle ich eine Marktanalyse?

Sollten Sie sich trotzdem dafür entscheiden, eine Marktanalyse mit internen Ressourcen zu erstellen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir bei Ellmann Consulting orientieren uns an einem 5-Punkte-Plan, welchen wir Ihnen hier kurz vorstellen.

Es handelt sich dabei um folgende fünf Punkte:

  1. Zieldefinition und Klärung der Rahmenbedingungen
  2. Daten sammeln
  3. Datenaufbereitung
  4. Datenanalyse
  5. Verschriftlichung und Präsentation der Kerninformationen

Im weiteren Verlauf des Textes erläutern wir die fünf Punkte genauer und stellen diese Anhand einer Beispiel-Marktanalyse dar. Hierbei ist es wichtig zu erwähnen, dass es sich um keine ausgereifte Marktanalyse handelt. Wegen der noch immer anhaltenden Corona Pandemie gibt es, bedingt durch sogenannte „Hamsterkäufe“, in vielen Supermärkten Deutschlands eine Knappheit an Lebensmitteln. Darunter fällt unter anderem Mehl. Daher haben wir folgende Ausgangsfrage gewählt: „Sollte ein Hersteller von Zucker seine Produktion auf die Herstellung von Mehl umstellen?“ Konzentrieren Sie sich bei den Beispielen weniger auf den Inhalt und mehr auf die mögliche Umsetzung der Punkte.

  1. Zieldefinition und Klärung der Rahmenbedingungen

„Wer nicht weiß, wohin er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“ (Lucius Annaeus Seneca)

Durch dieses Zitat wird einem schnell klar, warum die Zielsetzung ein so wichtiger Schritt ist. Eine klare Zieldefinition und die Klärung der Rahmenbedingungen bilden den Grundstein für den weiteren Aufbau der Marktanalyse. Bei jeder Form der Problemlösung oder z.B. der Produktentwicklung geben die Ziele die Richtung der Problembearbeitung vor.  Je detaillierter und genauer dieser Schritt geklärt wird, desto bessere Ergebnisse erwarten Sie am Ende der Analyse. Die Zielfragen geben die Richtung vor, in welche wir mit der Analyse gehen wollen und das Ziel der Marktanalyse ist es, diese Fragen zu beantworten. Denn egal in welcher Situation Sie sich befinden, Ihre Fragen sind immer andere. Für unser Marktanalysebeispiel geht es jetzt also darum, die Zielsetzung zu klären. Folgende Fragen könnte man sich stellen:

  • Was bewegt mich zu der Überlegung, meine Produktion auf die Herstellung von Mehl umzustellen?
  • Wie groß ist das Marktpotenzial und wie ist die Wettbewerbssituation?
  • Handelt es sich bei der Nachfrage nach dem Produkt um eine langfristige oder um eine kurzfristige Nachfrage
  • Ist eine Umstellung der Produktion mit hohen Kosten verbunden? Lohnen sich diese Kosten?

Hierbei handelt es sich nur um einige von vielen Fragen, welche sich im Vorfeld gestellt werden sollten.

  1. Daten sammeln

Im nächsten Schritt geht es um das Sammeln von geeigneten Daten, welche aus der Primär- oder der Sekundärforschung stammen. Qualitative Daten aus der Sekundärforschung, die öffentlich zugänglich sind, sind sehr selten. Wie in einem der oberen Abschnitte beschrieben, kosten diese oft Geld und sind mit einer Mitgliedschaft verbunden. Dementsprechend sind die öffentlich zugänglichen Sekundärdaten oftmals nicht verwertbar. Marktforschungsinstitute oder Unternehmensberatungen haben Zugriff auf ebenjene Daten und können diese für Geld zur Verfügung stellen, da sie für die Nutzung der Daten Gebühren zahlen müssen. Primärforschung bzw. primäre Marktforschung wird zum Erheben von einzigartigen Daten für die Beantwortung einer vorab formulierten Forschungsfrage durchgeführt. Relativ einfache Wege, um Primärdaten zu erhalten, sind zum Beispiel Umfragen. Mögliche Quellen für die Erstellung von Marktanalysen sind z. B. folgende:

Für die im Vorfeld festgelegten Zielfragen geht es jetzt darum, geeignete Daten zu sammeln. Hier beziehen wir uns auf eine Statistik des kostenpflichtigen Statistikportals www.statista.com. In dieser wird aufgezeigt, dass der Konsum von Weizenmehl im Jahr 2017/2018 bei ca. 5,5 Mio. Tonnen lag. Laut des Verband Deutscher Mühlen e.V. gibt es in Deutschland 550 Mühlenbetriebe, wovon 196 mehr als 1.000 Tonnen Getreide verarbeiten. Die 13 größten Mühlenbetriebe decken ca. 40% des Marktes und die 60 größten decken ca. 90% des Marktes ab.

Stefan Genth, Geschäftsführer vom Handelsverband Deutschland ist sich sicher, dass in Deutschland keine Versorgungsknappheit herrscht und eine Warenversorgung sichergestellt ist. Seinen Aussagen zufolge sei dir Warenproduktion in Deutschland sichergestellt, aktuell hätten wir nur mit Logistikproblemen zu kämpfen.

In diesem Fall haben wir uns, bedingt durch die vielfältige Auswahl qualitativ hochwertiger und frei verfügbarer Quellen, auf die Ergebnisse der Sekundärforschung beschränkt.

  1. Datenaufbereitung

Bei den im vorherigen Schritt erfassten Daten handelt es sich um Rohdaten, welche in der Datenaufbereitung entsprechend zusammengefasst werden müssen. Es geht jetzt darum, sich ein gesamteinheitliches Bild zu schaffen und ein Grundgerüst mit Hilfe der Daten zu schaffen. Dieser vermeintlich einfache Schritt erfordert viel Arbeit und dementsprechende Genauigkeit. Dabei sollte man sich überlegen, wie man die verschiedenen Quellen in Einklang bringen kann. Daten sind noch keine Aussage. Es reicht normalerweise nicht aus, einfach Zahlen zu zeigen, sie müssen außerdem noch sortiert werden. Die Informationen müssen darauf gefiltert und geprüft werden, ob sie nutzbar, verlässlich und valide für die weitere Verarbeitung sind. Sollte man aus Daten aus der Primärforschung gesammelt oder erarbeitet haben, muss man diese noch validieren. Im vorherigen Schritt konnten haben wir die Ergebnisse aus mehreren Quellen festgehalten. Nun geht es darum, diese miteinander in Einklang zu bringen. Die Quellen, aus welchen wir unsere Informationen gezogen haben, sind vertrauenswürdige Quellen. Nach kurzer Recherche konnte man diese auch schnell durch übereinstimmende Substitutionsquellen bestätigen. Die gewonnenen Ergebnisse lassen sich gut miteinander verbinden und geben auf den ersten Blick Antworten für die Datenanalyse. Dabei ist zu erwähnen, dass so leicht zugängliche Informationen nicht dem Normalfall entsprechen und wir für die Statistik unser Abonnement nutzen konnten, welches ansonsten nur durch eine teure relativ teure Mitgliedschaft erworben werden kann.

  1. Datenanalyse

Im vierten Schritt, der Datenanalyse, werden die Zielfragen aus dem ersten Schritt mit den gesammelten Daten aus dem zweiten Schritt beantwortet. Mithilfe der vorher ermittelten Informationen kann man die Daten analysieren und mit deren Hilfe zum Beispiel Trends ableiten und die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Quellen entdecken. Wenn man genügend Zahlen durch die Datensammlung zur Verfügung hat, kann man außerdem verschiedene Prognosen für die Zukunft machen. Hierzu muss man die relevanten Marktgrößen wie beispielweise Volumen und Wachstum berechnen. Wichtig ist, dass man sich auf die Daten verlassen kann, da solche Kennzahlen oftmals für die weitere strategische Planung hinzugezogen werden. Durch unsere im zweiten Schritt beschafften Daten ist es uns jetzt möglich, unsere Zielfragen aus dem ersten Schritt zu beantworten. Die Frage nach den Marktpotenzial und die Frage nach den Mitbewerbern wird geklärt und die Frage, ob der Bedarf lang- oder kurzfristig ist ebenfalls. Dazu haben wir noch gelernt, dass eigentlich keine Versorgungsknappheit herrscht, sondern nur ein Exportproblem, welches durch mehrere Ereignisse (z.B. ein Streik der Bauern vor den Zentrallagern) noch verstärkt wurde.

  1. Verschriftlichung und Präsentation der Kerninformationen

Nachdem die Marktanalyse fertiggestellt ist, sollten die Kerninformationen in Form einer kurzen Präsentation auf einer Seite festgehalten werden. Sei es nun, um dem Chef eine kurze Übersicht der Marktanalyse zu geben oder um sein eigenes Gedächtnis nach einem Jahr wiederaufzufrischen. Hier darf man kein Opfer des Irrglaubens werden, dass mehr Daten auch mehr Informationsgehalt bedeuten. Es gilt: Wenn man die erworbenen Informationen richtig präsentieren möchte, muss man diese so einfach darstellen wie möglich. Hier kann man mit Hilfe von Grafiken, Diagrammen, Kurven und Landkarten das menschliche Auge in Richtung Mengen, Verteilungen, Trends und Zusammenhänge auf einen Blick schulen. Für das Beispiel unserer Marktanalyse verzichten wir auf die Einbindung von Graphiken und schreiben stattdessen zwei kurze Sätze, in welchem das Kernergebnis dargestellt wird. Das Statement könnte z.B. folgendermaßen aussehen: „Durch die hohe Anzahl von Mitbewerbern und der hohen Marktmacht der 10 größten Mitbewerber ist eine Umstellung der Produktion langfristig nicht wirtschaftlich. Dazu kommt außerdem der Umstand, dass der hohe Bedarf mit der aktuellen Krise zusammenhängt und dieser, nach dem Abklingen der Krise, sich wieder einpendelt.“

Zu diesem Zeitpunkt ist nochmal zu erwähnen, dass die von uns beschriebene Marktanalyse nicht ansatzweise vollständig ist und lediglich eine kleine Hilfestellung geben soll.

Was kostet eine Marktanalyse?

Sie fragen sich an dieser Stelle sicherlich was eine professionelle Marktanalyse kostet.

Wie Sie beim Lesen des Beitrags bereits selbst festgestellt haben, ist eine gewissenhaft durchgeführte Marktanalyse komplex und daher arbeits- und zeitintensiv.

Einen Preis zu nennen ist nahezu unmöglich, denn dieser hängt stets vom Umfang des Projektes ab. Wie groß ist der Markt, wie kompliziert das Produkt oder die Dienstleistung, wie schwierig ist die Eingrenzung der Zielgruppe? Wer eine Zusatzimpfung für Kleinkinder im Alter von 1 bis 2 Jahren anbieten möchte, kann diese Zielgruppe schnell und einfach eingrenzen. Das Kaufverhalten – in diesem Fall der besorgten Eltern – ist schnell ermittelt. Ein neues Handy kann theoretisch jeden ansprechen und die Konkurrenz ist riesig. Das Eingrenzen der Zielgruppe und die Konkurrenzanalyse sind in diesem Fall wesentlich aufwändiger. Dies sind nur zwei kleine Beispiele, um die Komplexität des Themas zu veranschaulichen. Jeder Fall ist unterschiedlich und verlangt ein differenziertes Vorgehen.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Datengrundlage. Wenn Sie in einem Markt agieren, welcher bereits gut erforscht ist, reicht es aus mit Sekundärdaten zu arbeiten. Diese müssen dann nur gefunden und analysiert werden. Betreten Sie aber einen ganz neuen Markt muss Primärforschung betrieben werden und die Kosten sind deutlich höher.

Schauen Sie gerne auf unserer Verkaufsseite zum Thema Marktanalysen vorbei und erhalten Sie ein besseres Gefühl für die Preise: Marktanalyse buchen

Kontaktieren Sie uns daher gerne, damit wir gemeinsam mit Ihnen in einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch Ihr Vorhaben besprechen können. Bei Interesse erhalten Sie von uns ein ebenfalls unverbindliches Angebot und können dann selbst entschieden, ob unsere Dienste Sie überzeugen und Ihre Erwartungen und Wünsche erfüllt werden.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail!

Quellen

https://www.mein-mehl.de/getreide/muehlen-in-deutschland/

https://www.deutschlandfunk.de/supermaerkte-die-warenversorgung-ist-absolut-sichergestellt.694.de.html?dram:article_id=472710

https://www.goodmills.de/ueber-uns/geschichte/

https://www.bmel-statistik.de/fileadmin/daten/SBB-0200000-2018.pdf

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/318413/umfrage/konsum-von-weizenmehl-in-deutschland/

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann Keine Kommentare

Marktüberblick VoD Deutschland

Wir haben einen kurzen Marktüberblick für den Video-On-Demand Markt entworfen und präsentieren Ihnen im folgenden die Ergebnisse. Dieser Beitrag ist für:

  • Privatpersonen, die wissen wollen, ob sich Disney Plus für sie lohnt
  • Private und Gewerbliche, die eine Konkurrenzanalyse sehen möchten
  • Gewerbliche, die an einer kurzen Marktanalyse interessiert sind

Ihre Zeit ist uns sehr wichtig, daher wählen Sie gerne die Option, welche Ihnen am meisten zusagt:

Am 24.03.2020 ist der geplante Deutschland-Start der hauseigenen Streaming Plattform von Disney. Mit Disney Plus wird den Konsumenten eine Onlinewelt mit purer Disney-Magie versprochen und der Konzern erweitert seine Angebotspalette. Nicht nur die Plattform an sich ist eine Investition in die Zukunft, Disney bietet nun auch eigens-produzierte Filme und Serien für den Streamingdienst Disney Plus.

In diesem Beitrag betrachten wir den Abonnement Video-On-Demand Markt in Deutschland, fertigen wir eine Konkurrenzanalyse an und bewerten wie gut die Chancen für den Marktneuling stehen.

Zur Ausgangslage: Welche Streaming-Dienste führen das Feld an?

Spätestens seit 2015, mit der Markteinführung von Netflix in Deutschland, sind Abonnement Video-On-Demand (VoD) Services aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. 16 % der Deutschen nutzten einen Videostreamingdienst im Jahr 2019 täglich1. Das mündet in einer Nutzerzahl im Jahr 2018 in Höhe von 11 Millionen Menschen, was einer Wachstumsrate im Vergleich zu 2017 von +22 % entspricht. Monetär ist das Wachstum mit +77 % auf 865 Mio. EUR noch viel beeindruckender2.

Welche Streaming-Plattform setzt sich in Deutschland aktuell durch?

Der Vergleich anhand der reinen Nutzerzahl wäre nicht fair, weil das Angebot Prime Video in einer Amazon Prime Mitgliedschaft inkludiert ist. Wir vergleichen daher die Nutzungshäufigkeit der Mediatheken:

Nutzungshäufigkeit Streaming-Plattformen 2019

Netflix erreicht mit seiner aggressiven Kunden-Werbe-Strategie aktuell die höchsten Nutzungshäufigkeiten auf täglicher Basis, aber Amazon Prime hält im vollständigen Vergleich Schritt. Nach den beiden Branchenriesen kommt lange Zeit nichts. Sky ist an Platz drei der einzige Streamingdienst, der noch über 10 % verzeichnet.

Weitere Streaming-Dienste sind TV Now, iTunes, Telekom Magenta Sport, 7TV und DAZN3.

Unserer Ansicht nach setzt sich Netflix in der täglichen Nutzung vor allem deswegen durch, weil der Anbieter verstärkt auf Serien setzt und somit vom „Binge Viewing“ (Serienmarathon) profitiert. Schaut man sich die Zuschauerzahlen der meistgestreamten VoD-Produktionen in Deutschland im Jahr 2019 an, so sieht man, dass acht der Top 10 Serien von Netflix angeboten werden und fünf Eigenproduktionen sind4.

Wie fügt sich Disney Plus hier ein?

Die erste Eigenproduktion ist die Star Wars-Serie „The Mandalorian“. Pedro Pascal, bekannt aus der Serie Narcos oder dem Spielfilm Kingsman, spielt einen Einzelkämpfer, welcher sein Geld durch die Kopfgeldjagd verdient. Als er ein Kind von derselben Spezies wir der frühere Jedi-Meister Yoda finden und ausliefern soll, beschließt er die Regeln der Kopfgeldjäger zu brechen, das Kind nicht auszuliefern und es sogar zu beschützen.

Eine weitere neue Serie ist „High School Musical- Die Serie“.

Beide Serien werden bereits seit November 2019 international ausgestrahlt und verzeichnen gute Bewertungen 8,7 und 7,2 von 10 Sternen bei IMDb (Stand: 17.03.2020). Disney Plus setzt in der Vermarktung vorwiegend auf The Mandalorian, so wird diese Serie vorab auf ProSieben im FreeTV ausgestrahlt und HSM „nur“ auf dem Disney Channel.

Dazu kommen weitere bekannte Serien aus dem Disney und 20th Century Fox Universum wie „The Clone Wars“, „DuckTales“ oder „The Simpsons“ und neue geplante Serien wie „The Falcon and the Winter Soldier“ oder „Monsters at Work“. Eine Übersicht über das komplette Angebot finden Sie hier: Zu ComputerBild.de

Kundenanalyse VoD-Dienste in Deutschland

Bevor wir uns ein Bild darüber machen können wie Disney Plus im Vergleich zu Netflix & Co. dasteht, müssen wir verstehen was die Konsumenten dazu bewegt ein Abonnement abzuschließen. Die Firma Kantar Shared Services konnte im Jahr 2018 mehr über die Beweggründe der VoD-Nutzer herausfinden5:

Beweggründe für Video-On-Demand

Weitere Beweggründe für das Zahlen eines Abonnements fand die nextmedia.hamburg heraus6:

Gründe für das Zahlen für VoD

Neben den Beweggründen für einen Kauf ist auch interessant was der durchschnittliche Kunde bereit ist zu zahlen. Nextmedia.hamburg fand dazu im Jahr 2019 heraus, dass 46 % der Deutschen nicht mehr als fünf Euro ausgeben möchten7:

Durch die Kombination dieser Erkenntnisse können wir folgende Aussagen über den typischen Kunden eines VoD-Dienstes sagen:

  • Alter: 14 – 29 Jahre
  • Besitzt nur einen Streaming-Dienst (59 %)
  • Ist bereit 5 Euro auszugeben
  • Möchte seine Zeit frei einteilen
  • Ist an hochwertigen Inhalten interessiert
  • Hat keine Lust auf Werbeunterbrechungen

Mit dieser Einschätzung des Zielkunden können wir nun eine Konkurrenzbetrachtung durchführen und die einzelnen Kriterien gewichten. Wir führen die Konkurrenzanalyse anhand unseres bewährten Schemata durch, welches Sie hier noch einmal nachlesen können: Konkurrenzanalyse

Konkurrenzanalyse: Disney Plus im Vergleich zu Netflix & Co.

  1. Zielsetzung

Das Ziel der Konkurrenzanalyse ist es, dass wir bewerten können inwieweit das Angebot von Disney Plus im Vergleich zum Wettbewerb bestehen kann. Auf diese Weise können wir Marktanteile prognostizieren und Investitionsentscheidungen treffen.

  1. Festlegung der Kriterien

Aus der vorherigen Kundenanalyse gehen die Kriterien Preis-/Leistung und Qualität (in Bezug auf das Angebot) hervor. Wir bewerten im Bereich Preis-/Leistung die Kosten pro Monat und die Vertragsmodalitäten. Im Bereich Qualität bewerten wir die angebotenen Filme und Serien sowie deren Exklusivität.

Weitere Kriterien sind Marketing, Konkurrenzstrategie und Vielfalt des Angebots.

  1. Identifikation der relevanten Wettbewerber

Wir beziehen in die Analyse folgende Streaming-Dienste mit ein:

  • Netflix
  • Amazon Prime Video
  • Sky
  • TV Now
  • iTunes (wir schauen uns allerdings TV+ an)
  1. Bewertung der Konkurrenz

Die Bewertung der Konkurrenz erfolgt nach einem Äquivalenzziffer-System. Das bedeutet, wir beziffern alle Streamingdienste in den einzelnen Kategorien in Bezug auf den Äquivalenzwert. Disney Plus ist dabei mit seinem Angebot unser Referenzwert, damit wir später alle Streaming-Dienste mit Disney Plus auf einen Blick vergleichen können. Zum Verständnis führen wir den Vergleich zwischen Disney und Netflix schriftlich Schritt-für-Schritt durch:

Disney Plus im ausführlichen Vergleich zu Netflix

  • Preis-/Leistung

Der Preis für das Netflix Basis-Abonnement liegt aktuell bei 7,99 € / Monat. Dafür bekommt man Video-Streaming in SD-Qualität und das Erlebnis auf einem Gerät. Bei Disney Plus liegt der reguläre Preis bei 69,99 € / Jahr oder 6,99 € / Monat. Dafür bekommt der Kunde bereits eine 4K Auflösung und kann vier Geräte gleichzeitig nutzen. Das bedeutet, dass das Angebot von Disney Plus im Bereich Preis-/Leistung deutlich besser ist als das von Netflix.

Disney Plus ist unser Referenzwert und erhält damit immer die Ziffer 1. Wir vergeben Zahlen von 0 – 2, wobei 0 „viel schlechter“ bedeutet und 2 „viel besser“.

In diesem Fall würde Netflix mit dem schlechteren Angebot eine 0,4 bekommen.

  • Qualität des Angebots

Disney zieht aktuell alle Filme und Serien, die zum Disney-Universum gehören von den anderen Plattformen ab und veröffentlicht sie exklusiv auf der eigenen Plattform. Dazu gehören am Anfang in erster Linie die komplette Star Wars Saga und ein Großteil des Marvel Universums. Zudem erweitert Disney Plus das Angebot und hat ein riesiges Potential in der Hinterhand, denn dem Konzern gehören die Rechte an sehr vielen Kino-Erfolgen. Zuletzt wurde im Jahr 2019 noch 20th Century Fox aufgekauft, was das Potential allein verdeutlichen sollte („X-Men“, „Family Guy“ oder „Planet der Affen“).

Netflix hat im Vergleich dazu bereits viele sehr erfolgreiche Eigenproduktionen und gewinnt dafür mittlerweile auch internationale Stars. Zudem haben Sie ein riesiges Angebot. Auf Netflix „Kids“ können sich schon die ganz Kleinen austoben und das reguläre Angebot hat für jeden Geschmack die passende Serie oder den perfekten Film.

Insgesamt sehen wir aktuell einen Vorteil bei Netflix, weil das Angebot zum Markteintritt bei Disney noch nicht mithält. Das Potential ist aber, vor allem auch aus Kostensicht, auf der Seite von Disney. Wir gehen davon aus, dass das Angebot auf kurz oder lang bei Disney die Oberhand gegenüber Netflix gewinnt.

Zum aktuellen Zeitpunkt vergeben wir den Wert 1,2.

  • Marketing

Netflix versteht sich in aggressiven Marketing Methoden und hat aktuell noch einen leichten Vorteil in Bezug auf die Bekanntheit in Deutschland. Dennoch müssen sie sich hier auf den wohl stärksten Konkurrenten der Firmengeschiche einstellen. Der Disney Konzern weiß genau wie man die Bekanntheit von Franchises wie Marvel monetarisiert und die aktuelle Preiswahl für den Markteintritt zeigt, dass Sie den Schritt ernst meinen und nicht der nächste kleine Streaming-Dienst im Schatten von Netflix sein wollen.

Wir sehen hier einen leichten Vorteil für Disney: 0,9.

  • Konkurrenzstrategie

Disney hat abgewartet und kommt nun aus dem Schatten direkt auf der Überholspur. Mit dem vorherigen Markteintritt in den USA kann man die Strategie genau ablesen: „Kopieren was bei Netflix funktioniert und da unterscheiden wo es sinnvoll ist“.

Das Design ähnlich sich zum Beispiel extrem, oder die Eigenproduktion von Serien ist die gewinnbringendste Strategie von Netflix.

Allerdings: Das was Netflix groß gemacht hat, Binge Viewing, macht Disney nicht. Hier gibt es keine Staffeln in einem Stück, sondern es werden wöchentlich neue Folgen veröffentlicht. Das hat den Grund, dass Netflix Kritik geerntet hatte für das Binge Viewing. Disney möchte familienfreundlicher erscheinen.

Netflix muss auf den Angriff reagieren und bislang sieht es so aus, als sei ihre einzige Strategie weiter und verstärkt auf Eigenproduktionen zu setzen.

Wir sehen die bessere Strategie bei Disney, allerdings hatten die auch mehr Zeit, um sich vorzubereiten und müssen Netflix erst einmal ablösen. Netflix hat noch Zeit stärker zu reagieren, sollte es aber zeitnah tun.

Score: 0,8

  • Vielfalt des Angebots

Hauseigene Vielfalt konnte Disney bereits vor der Streaming-Plattform bieten und jetzt setzen sie es in die Tat um. Die einzelnen Universen bekommen eigene Channel, sodass sich der Nutzer perfekt zurechtfindet. Allerdings kann Disney zu Beginn (wie bereits unter 4.2. beschrieben) noch nicht mit dem Angebot von Netflix mithalten.

Score: 1,3

Vergleich zwischen Disney Plus und Netflix

Sie sehen hier, dass Netflix insgesamt den gewichteten Vergleich für uns gegenüber Disney Plus verliert.

Diese Methode verwenden wir nun für jeden Streaming-Dienst und für jedes Kriterium immer in Bezug auf Disney Plus, wodurch sich die folgende Aufzählung anhand der Scores ergibt:

  • Disney – 1
  • Netflix – 0,88
  • Prime Video – 0,86
  • Sky – 0,75
  • TV Now – 0,71
  • Apple TV+ – 0,7

Die ganze Tabelle können Sie hier herunterladen: Download

  1. Ableiten von Handlungen
  • Für Privatpersonen

Fühlen Sie sich in der Disney-Welt zu Hause führt in Zukunft kein Weg an Disney Plus vorbei. Wenn Sie weiterhin Filme und Serien aus Marvel, Star Wars oder Pixar streamen wollen brauchen Sie einen Zugang zu der neuen Plattform.

Haben Sie sich nicht so sehr eingeschossen auf diese Auswahl, sollten Sie sich die Vergleichstabelle herunterladen und die Gewichtung der einzelnen Punkte auf Ihre Situation anpassen. Der errechnete Wert nimmt Ihnen dann die Entscheidung ab.

Bonus: Hier gibt es noch einmal eine verkleinerte Übersicht, welche Ihnen helfen soll eine Kaufentscheidung zu treffen.

  • Für Investoren

Überprüfen Sie noch einmal die von uns gewählten Zahlen und bewerten Sie die Situation selbst. Aus unserer Sicht hat Disney Plus das Potential Netflix & Co. auszubooten und sogar als Platzhirsch abzulösen.

Wie wird sich Disney Plus im Markt einfinden?

Unserer Meinung nach, wird sich Disney sehr schnell im oberen Bereich der Streaming-Dienste wiederfinden. Wir gehen stark davon aus, dass Disney innerhalb der ersten Monate bereits Sky nach Nutzungshäufigkeit von Platz drei ablöst. Amazon Prime wir der Konzern vorerst nach Nutzerzahlen nicht übertrumpfen, aber nach Nutzungsdauer. Dieses Szenario ist deswegen wahrscheinlich, weil Disney seine Nutzer mit den wöchentlich erscheinenden Folgen seiner neuen Serien an den Dienst bindet.

Netflix wird sich stark gegen die Konkurrenz sträuben, was der CEO bereits angekündigt hat. Zudem hat Netflix den Marktführer-Vorteil und nahezu jeder in Deutschland kennt den Anbieter. Disney muss sich diesen Status erst noch aufbauen, was relativ schnell gelingen kann durch die Franchises.

Wir prognostizieren Disney Plus innerhalb des ersten Jahres Nutzerzahlen in Deutschland in Höhe von bis zu 3 Millionen. Im Vergleich: Netflix hatte 2019 5,3 Millionen Nutzer.

Damit gehen wir davon aus, dass Disney Plus bereits innerhalb des ersten Jahres einen großen Anteil am Streaming Markt ausmachen wird.

Was wir nicht glauben ist, dass Netflix viele Nutzer verliert. Wir gehen eher davon aus, dass der Markt insgesamt weiter wächst. Die Begründung liegt darin, dass Disney Plus sehr günstig ist und wir davon ausgehen, dass immer mehr Leuten zwei Streaming Dienste bezahlen werden.

Unsere Top-Filme-Liste des Disney Plus Angebots zum Markteintritt:

  • alle Disney Klassiker (101 Dalmatiner, Dschungelbuch, Bambi, …)
  • Star Wars – Reihe
  • Marvel – Reihe
  • X-Men – Reihe
  • Ice Age
  • Avatar
  • Camp Rock
  • Fluch der Karibik – Reihe
  • Der König der Löwen (1994 und 2019)
  • Die Chroniken von Narnia
  • High School Musical – Reihe
  • Oben
  • Toy Story – Reihe

Unsere Top-Serien-Liste des Disney Plus Angebots zum Markteintritt:

  • Gummibärenbande
  • Ducktales
  • Hannah Montana
  • Star Wars: The Clone Wars
  • Die Simpsons
  • Brain Games

Quellen

1: ZDF, Media Perspektiven, Bewegbildnutzung 2019, September 2019

2,3: GfK 2019 im Auftrag der FFA, Der Home-Video-Markt im Jahr 2018, April 2019

4: Horizont, Das waren die meistgestreamten Serien und Filme 2019, Januar 2020, aufgerufen am 18.03.2020

5: Kantar TNS, Convergence Monitor 2018, September 2018, aufgerufen am 18.03.2020

6: nextmedia.hamburg, newTV Umfrage, März 2018

7: nextmedia.hamburg, newTV Umfrage, März 2019

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann 2 Kommentare

Konkurrenzanalyse

Die Konkurrenzanalyse ist als Teil der Wettbewerbsanalyse zu sehen und spielt in vielen geschäftlichen Entscheidung eine wichtige Grundlage für die Entscheidungsfindung. Bereits vor der Unternehmensgründung ist die Analyse teil des Businessplans und auch im späteren Geschäftsalltag müssen immer wieder Konkurrenzanalysen angefertigt werden. Unter Konkurrenzanalyse versteht man die Aufstellung und Bewertung der Methoden, Verhaltensweisen und Produkte, mit der Wettbewerber in einem definierten Markt operieren. Ziel der Analyse ist die Vorhersage des Verhaltens derjenigen Konkurrenten, mit denen der Konkurrenzkampf am intensivsten ist.

Welches Ziel verfolgt man mit einer Konkurrenzanalyse?

Eine Konkurrenzanalyse kann in verschiedenen Situationen und auf verschiedenen Ebenen geschehen, wodurch sich immer unterschiedliche Ziele und auch Herangehensweisen entwickeln. Die Analyse kann z. B. auf Produktebene oder auf Unternehmensebene geschehen, sie kann das Ziel verfolgen einen Markt einzuschätzen oder der Anfang einer Konkurrenzbeobachtung sein.

Sie müssen sich eine klare Forschungsfrage vor der Analyse definieren, z. B. Kann mein Produkt auf dem neuen Markt mit den alten Leistungen gegen die noch unbekannte Konkurrenz bestehen?

Aus dieser Frage können Sie nun ein Analyseziel bilden: Ziel der Konkurrenzanalyse ist es herauszufinden, ob unser Produkt auf dem neuen Markt mit den alten Leistungen gegen die noch unbekannte Konkurrenz bestehen kann.

Wie ist die Konkurrenzanalyse aufgebaut?

Eine Konkurrenzanalyse wird standardisiert immer mit den gleichen fünf Schritten angegangen:

  1. Zielsetzung
  2. Festlegung der Kriterien
  3. Identifikation der relevanten Wettbewerber
  4. Bewertung der Konkurrenz
  5. Ableiten von Handlungen

Wie wir bereits im vorherigen Unterpunkt beschrieben haben, kann es viele verschiedene Ziele bei der Analyse der Konkurrenz geben. Deswegen sollten Sie im ersten Schritt festlegen auf welche Fragen Sie eine Antwort suchen. Richten Sie dann den Fokus der Analyse im zweiten Schritt so, dass die Kriterien Ihnen eine, für die Zielsetzung, relevante Auskunft über Ihre Konkurrenten geben.

Im dritten Schritt geht es dann darum die relevanten Wettbewerber zu identifizieren. Grundsätzlich unterscheiden wir den engen, den mittleren sowie den weiten Wettbewerbern. Der enge Wettbewerb wird durch sehr ähnliche Produkte charakterisiert. Vom mittleren Wettbewerb sprechen wir bei Produkten die das gleiche Problem auf eine ähnliche Art und Weise lösen (z. B. Hammer/Nagel und Nagelpistole). Der weite Wettbewerb löst das gleiche Problem auf unterschiedliche Art und Weise (z. B. Auto und Fahrrad).

Die eigentliche Analyse geschieht dann erst im vierten Schritt. Sie müssen die Leistung Ihrer Konkurrenten aus Kundensicht bewerten. Diese Bewertung muss so objektiv geschehen wie es Ihnen möglich ist. Es bringt nichts, wenn Sie mit einer “Wir sind die Besten”-Einstellung an die Aufgabe herangehen. Versuchen Sie die Sicht des Kunden einzunehmen und bewerten Sie die einzelnen Kriterien fair.

Der fünfte Schritt ist nun die Betrachtung der Ergebnisse, die Beantwortung der zuvor formulierten Fragen und die Ableitung von Handlungen.

Anwendungsbeispiel: Konkurrenzanalyse durchführen

In unserem Anwendungsbeispiel verwenden wir unsere hauseigene Vorlage für die Bewertung der Konkurrenten. Diese können Sie gerne kostenfrei hier downloaden. Füllen Sie dazu einfach die Kontaktform aus:

Für die Veranschaulichung der Methodik betrachten wir ein Hersteller eines Cold Brew Kaffee Bechers, welchen er nach der Entwicklung im deutschen Markt einführen möchte. Für diesen Schritt benötigt er den optimalen Preis und entschließt sich aufgrund des wettbewerbs-intensivem Marktumfeld für eine wettbewerbsorientierte Preiskalkulation. Dazu benötigt er eine Konkurrenzanalyse und stößt mit einer gezielten Google-Suche auf den Beitrag von Ellmann Consulting. Im ersten Schritt formuliert er sein Ziel:

Das Ziel der Konkurrenzanalyse ist es, dass wir eine solide Grundlage für unsere wettbewerbsorientierte Preisfindung haben. Dazu brauchen wir genaue Kenntnis der Leistung und Tätigkeiten unserer Wettbewerber.

Dann legt er die Kriterien fest:

Qualität, Preis-/Leistung, Design, Service, Kundennutzen und Marketing waren bereits vorgegeben. Ihm fehlen nun noch die Punkte Füllvolumen und Bewertungen auf Amazon. Dann legt er die Gewichtung der einzelnen Kriterien fest und achtet darauf, dass sie in Summe 1 ergeben.

Im dritten Schritt sucht er dann nach Wettbewerbern und klassifiziert sie, wie oben beschrieben. Er sieht, dass in der Excel-Vorlage die Klasse der Wetbewerber berücksichtigt wird. Eins steht dabei für den engen Wettbewerb, zwei für den mittleren und drei für den weiten. Er trägt die Wettbewerber und deren Klasse in die Tabelle ein und beginnt mit der Bewertung. Die Werte gehen immer von dem eigenen Produkt als Referenzwert (1) aus. 0-1 ist dabei schlechter als das eigene Produkt und 1-2 ist besser.

Nach der Bewertung sieht er, dass Wettbewerber A und B schlechter sind als er und Wettbewerber C ist deutlich besser. Eine mögliche Handlung könnte nun sein, dass er entweder sein Marketing optimiert (sehr schlecht im Vergleich zu C), seinen Kundennutzen erhöht, oder einfach seinen Preis an Wettbewerber B orientiert.

Sie benötigen Hilfe bei der Erstellung einer Konkurrenzanalyse, oder bei einer Marktanalyse? Dann sind wir der richtige Ansprechpartner! Kontaktieren Sie uns gerne für ein kostenloses Erstgespräch: contact@ellmann-consulting.com oder über das Kontaktformular. Für mehr Informationen besuchen Sie: Marktanalyse Dienstleistung

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann Keine Kommentare

Einjähriges Jubiläum

Am 31. Juli 2018 habe ich mich offiziell selbstständig gemacht. In meinem ersten Jahr eigenverantwortlicher Arbeit durfte ich erste und doch wichtige Erfahrungen machen. In diesem Beitrag möchte ich meine Erkenntnisse, meine Erfolgserlebnisse und meine Misserfolge thematisieren. Des Weiteren lasse ich meine Kunden selbst zu Wort kommen und präsentiere die nächsten geplanten Schritte.

Was bisher geschah…

Meine Anfänge habe ich in einem vorherigen FAQ-Video angesprochen, zu finden hier.

Die Kurzfassung: durch eine Empfehlung bin ich an meinen ersten Kunden gelangt und habe mich aufgrund dieser Chance selbstständig gemacht.

Das erste Projekt fand im September 2018 statt und lief nach Plan. Konkret wurde ich mit der Aufgabe vertraut, eine einfache Analysemöglichkeit der Kostenstellen zu erstellen. Die ganze Projektbeschreibung finden Sie hier.

Im Anschluss gab es direkt einen Folgeauftrag. Dies war eine Bestätigung für mich, dass die Selbstständigkeit funktionieren kann. Im Oktober 2018 startete mein Master-Studium, welches mich an den Standort Aachen band und mich vor eine Entscheidung stellte. Während ich in Vechta vermutlich weitere Kunden über Empfehlungen hätte bekommen können, konnte ich in Aachen mein Studium beenden – ein Studium, für das ich bereits drei Jahre hart gearbeitet hatte. Die Entscheidung fiel letztlich auf das Projekt Aachen. Zeitgleich mussten neue Wege her, um Kunden zu akquirieren.

Bis November 2018 gab es mehr Rückschläge als Höhenflüge. Konkret habe ich versucht, Kunden über Social Media, meinen Blog und Emails zu erreichen – jedoch vorwiegend ergebnislos. Das Hauptproblem war damals, dass mir eine konkrete Fokussierung bzw. Positionierung fehlte. Zu den Kernfragen zählten: Für welche Werte steht Ellmann Consulting? Wann soll ein (potenzieller) Kunde an Ellmann Consulting denken?

Learning: Social Media ist ein langfristiges Investment und ohne Positionierung nutzlos.

Im Dezember 2018 änderte ich meine Strategie. Es existieren verschiedene Freiberufler-Portale, in denen man seine Dienste anbieten und in weltweiten Kontakt mit Kunden treten kann. Ein Hoffnungsschimmer, welcher wiederum zur Last wurde. Schnell stellte sich heraus, dass sich auf den meisten Freiberufler-Portalen kein großer Umsatz verdienen lässt – insbesondere dann nicht, wenn das eigene Nutzerprofil keine Bewertungen vorweisen kann.

2019 – Neues Jahr, neue Motivation

Und so ging es weiter für Ellmann Consulting:

Januar – Mein erster großer Auftrag über ein Freiberufler-Portal, mit mehr Glück als Verstand. Der Kunde ist aus Zufall auf mich gestoßen und wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Die Umsätze des Januars waren nun schon fast so groß wie im gesamten Geschäftsjahr 2018.

Februar – Aufbau weiterer Bewertungen in den Portalen, Klausurenphase an der RWTH Aachen.

März – Zum ersten Mal habe ich mich über die eigene Auftragslage gewundert. Sicherlich habe ich zu diesem Zeitpunkt bereits über einige Monate hinweg positive Bewertungen auf den Freiberufler-Portalen gesammelt. Doch acht neue Kunden innerhalb weniger Wochen? Wow!

April – Bestehende Aufträge abgearbeitet, Klausurenphase an der RWTH Aachen vorüber – und die Anstrengung auf einem Rekordhoch! In dieser Zeit haben zwei Freelancer und zwei Freunde unterstützend mitgewirkt, zudem war ich selbst komplett ausgelastet.

Mai – Die Kundenakquise wurde aufgrund eines Kurzurlaubs Ende April zwischenzeitlich gestoppt – rückblickend ein kostspieliger Fehler…

Learning: Gängige Freiberufler-Portale strafen Freiberufler ab, sofern diese keine Umsätze generieren.

Juni – Rekordmonat in der Kundenakquise. Nie habe ich so viele Kunden in einem Monat für neue Projekte gewonnen. Mittlerweile sind auch die ersten langfristigen Kundenbeziehungen gefestigt.

Juli – Jubiläums-Monat. Ellmann-Consulting blickt auf ein abenteuerreiches Jahr zurück, und es stellt sich die Frage: wie soll es weitergehen?

Kundenfeedback

“Zuallererst möchte ich mich bei Lukas für seinen Einsatz und für die tolle Zusammenarbeit bedanken. Die kurzfristige Projektstellung hat er vollkommen zufriedenstellend und souverän gelöst und uns bei jeglichen Fragen stets unterstützt. Seine Flexibilität möchte ich nochmals hervorheben, hier hat er bei Problemstellungen auch spät in der Nacht noch Lösungsansätze gefunden. Wir freuen uns auch in Zukunft mit Lukas weiterhin so toll zusammen zu arbeiten.”
– Sirin Semmler, Inhaberin, S.PAHU

“Herr Ellmann hat uns im Rahmen der Stellenangebotserhebung unterstützt. Die Aufgaben hat er stets zuverlässig erledigt. Wir haben die Flexibilität und Einsatzbereitschaft von Herrn Ellmann im Rahmen dieses Projektes zu schätzen gelernt und hoffen auch in Zukunft mit ihm zusammenarbeiten zu können.”
– Dr. Ben Kriechel, Managing Partner, Economix Research & Consulting

“Lukas has been extremely pleasurable to work with. It has been a truly refreshing experience, and he has helped me put my business in position to flourish. He is diligent, knowledgeable, and easy to work with.”
-Emery Williams, NewVision Athletics

“Herr Ellmann arbeitet seit März 2019 mit uns an der Vermarktung eines unserer Produkte. Wir schätzen ihn aufgrund seines Fachwissens, der Einbringung neuer Ideen und vor allem der Umsetzung. Herzlichen Glückwunsch zum einjährigen Jubiläum und auf eine langfristig gute Zusammenarbeit.”
– Julia Gotthalmseder, BALEAR Ltd.

“Lukas is very communicative and very helpful with the gig. I can feel that he takes very good care with my business plan. I’d definitely recommend Lukas to my friends with business planning and consultation.”
– Chira Chirakijja, Selbstständig

“Lukas hat uns bei der Ausarbeitung einiger Marktrecherchen unterstützt. Die Aufgaben wurden zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllt. Wir schätzen Lukas für seine Flexibilität, Professionalität und Ehrlichkeit und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit.”
– Alexander Schwarz, Geschäftsführer, Divvoice UG

“Lukas always goes far beyond any expectation and really cares for the quality of the result provided. Love working with him!”
– Aliya, Inhaberin, Sexyshaped

“Herr Ellmann hat mich in meinen Vorhaben kompetent und termingerecht betreut. Für seine Dienstleistung danke ich ihm und werde jederzeit, wenn ich einen versierten Wirtschaftsfachmann benötige auf ihn zurückgreifen.”
– Manuel Fuchs, Geschäftsführer immo-fuchs.ch GmbH

“Wenn es um kreativen Gedankenaustausch geht um ein genaues Konzept zu erzielen, dann ist Herr Ellmann der Mann den wir empfehlen!
–  Ein gutes Ohr 100%
–  Sich zügig in eine Problematik einzufinden 100%
–  Er ist zuverlässig und geht auf individuelle Wünsche ein 100%
–  Geduldsamkeit 100%
–  Ein wichtiger Aspekt für uns ist Sympathie, auch da geben wir ihm 100%
Also rundum Professionell und empfehlenswert!
– Alfred und Anna-Lina Puna – Muke Goldschmiede & Raumdesign

“Lukas hat mir bei einer kniffeligen Preisfindung zu einem neuen Online-Kurs sehr geholfen. Tolle Beratung. Kann ich nur empfehlen.”
– Nicole Ritter, Inhaberin, Brillen-Guru

Wie es weitergeht…

Die persönliche Beratung meiner Kunden bereitet mir am meisten Freude. Leider ist dies jedoch nur durch Personalaufwand skalierbar. Langfristig gilt es also diverse Einnahmequellen zu generieren. Hierzu arbeite ich derzeit an Produkten, welche als standardisierte, mehrwertstiftende Beratungspakete verstanden werden können. Im ersten Schritt arbeite in an der Automatisierung meiner Pricing-Dienstleistung.


Wenn Sie mehr über dieses Produkt erfahren wollen, tragen Sie sich hier ein:


Des weiteren gibt es regelmäßig Anfragen bezüglich Beteiligungen an Unternehmen, welche ich berate bzw. in der Vergangenheit beraten habe. So dürfte sich in zeitnaher Zukunft der Geschäftszweig “Investments” aufbauen. Ellmann Consulting habe ich schon damals als ein Beratungsunternehmen ins Leben gerufen, welches die Geschäftszweige Business Solutions, Prozessmanagement und Investments anbietet – daran hat sich bis heute nichts geändert.

Die wichtigste Ankündigung

Im September 2019 werde ich wieder nach Vechta ziehen. Zwar läuft mein Master-Studium noch bis Oktober 2020, jedoch ist die Zeit reif für ein Büro mit vollem Fokus auf die Selbstständigkeit. Es können nun endlich auch langfristigere Projekte in Vechta umgesetzt werden, worauf ich mich sehr freue.

Im neuen Büro (Vechta)

Dankeschön

Zum Abschluss dieses Beitrags verbleibt nur noch eins: Danke zu sagen. Danke an alle, die mich bis hierhin unterstützt haben. Ich bin wirklich überrascht, wie wenig „Gegenwind“ ich in dieser Zeit erfahren habe und wie viele Menschen mir die Beratungstätigkeit zugetragen haben. Zu den schönsten Rückmeldungen gehört der Satz: “Lukas, dir kauft man den ganzen Auftritt trotz deines Alters ab. Du verkörperst das.” So soll es sein!

Danke vor allem auch an all meine Kunden. Sie haben mir Ihr Vertrauen geschenkt, was nicht selbstverständlich ist. Insbesondere zu Beginn der Selbstständigkeit ist ein Vertrauensvorschuss notwendig, um den Ball ins Rollen zu bringen – dieser Vertrauensvorschuss wurde mir vielfach gewährt. Ihren Feedbacks (s.o.) kann ich entnehmen, dass ich das Vertrauen bislang nicht gebrochen habe. Ich werde auch zukünftig mein Bestes geben, sodass es dabei bleibt. Vielen Dank!

by Steffen Schmedes Steffen Schmedes Keine Kommentare

Business Development – wie „Hidden Champions“ die Märkte erobern Teil 1

„Made in Germany“ versteht sich seit mehr als 100 Jahren als ein Qualitätssiegel für deutsche Produkte und Dienstleistungen. Diese ursprünglich in Großbritannien initiierte Deklaration, deren Ziel es war angeblich minderwertige Ware aus Deutschland auszuweisen, hat schon früh die oft überlegene Qualität und das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber Erzeugnissen anderer Nationen beschrieben. Dieser Artikel soll einen ersten Überblick darüber geben, welche Fragen man sich vor der Internationalisierungsentscheidung stellen muss und welche Risiken diese mit sich trägt.

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Internationalisierung

Durch die immer weiter voranschreitende Internationalisierung wird ein möglicher Markteintritt für große als auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Es lässt sich zwischen reaktiven und proaktiven Exportmotiven unterscheiden. Proaktive Exportmotive sind seitens des Managements gewünscht und zwar mit der Absicht, durch den Eintritt auf internationales Parkett höhere Gewinne, stärkere Wachstumsraten und/oder eine optimierte Risiko-Rendite-Struktur zu erreichen. Oft gehört auch eine Diversifikation des Risikos und das Erkennen von Chancen im jeweiligen Markt dazu. Bei reaktiven Exportmotiven reagieren Unternehmen auf externe Gegebenheiten; typische Beispiele hierfür sind Anfragen oder unaufgeforderte Bestellungen internationaler Kunden sowie ein gesättigter Binnenmarkt, welcher im Vergleich zu anderen verfügbaren Märkten keine nennenswerten Wachstumschancen bietet.

Generell kann die Internationalisierungsentscheidung unter anderem folgende Vorteile bieten:

  • Verringerung der Marktabhängigkeit durch eine Diversifikation der Absatzmärkte
  • Nutzung der Erfahrungen neuer Märkte zur Weiterentwicklung neuer Produkt- und Dienstleistungsangebote
  • Positives Bild in der Öffentlichkeit durch eine breite Aufstellung des Unternehmens

Zu Anfang gilt es die Notwendigkeit und die Rahmenbedingungen eines internationalen Markteintrittes sorgfältig zu prüfen. Hierzu lassen sich besonders folgende drei Fragen stellen:

  1. Sind meine Produkte / Dienstleistungen ein Mehrwehrt für den angestrebten Markt?

Das eigene Produktportfolio und die Leistungen müssen auf einen entsprechenden Mehrwert geprüft werden. Die eigenen Produkte müssen gegenüber internationalen Konkurrenten wettbewerbsfähig sein. Eine positive Beantwortung dieser Frage ist die Voraussetzung, um Fehlinvestitionen in Exportversuche zu vermeiden.

  1. Habe ich ausreichend Ressourcen und dementsprechende Kompetenzen für eine Internationalisierung?

Kleinen und mittelständischen Unternehmen mangelt es oft an zwei wichtigen Ressourcen: Zeit und Geld. Dennoch hat sich herausgestellt, dass jene Unternehmen in der Vergangenheit, durch ihre flexiblen Strukturen und besondere Innovationsfreudigkeit, leichter an Lösungen gelangt sind. Dieses Geschehen wird auch als Resourcefulness bezeichnet, welches im Deutschen am einfachsten mit „Einfallsreichtum“ zu übersetzen ist.

  1. Steht das Management uneingeschränkt hinter der Internationalisierungsentscheidung?

Der persönliche Einsatz des Managements in die Internationalisierung ist oft ein wichtiger Faktor für das Exportvorhaben. Durch starkes Commitment des Managements kann ein positiver Effekt auf alle Beteiligten ausgeübt werden. Genauso wichtig wie der persönliche Einsatz ist die Erfahrung des Managements mit der Bearbeitung ausländischer Märkte. Durch bereits erworbene Erfahrung haben diese Unternehmen die Möglichkeit, verschiedene Risiken zu vermeiden und Abläufe besser zu organisieren.

Erst nach einer positiven Beantwortung dieser drei Fragen sollte man sich mit den weiteren Punkten für eine Internationalisierung beschäftigen.

Risiken

Die Internationalisierungsentscheidung bringt allerdings auch verschiedene Risiken mit sich. Die wirtschaftlichen Risiken eines solchen Vorhabens können mehrere Gründe haben, unter anderem können wirtschaftliche Rezessionen zu einer verminderten Nachfrage führen oder Zoll- und Steuererhöhungen zu erhöhten Preisen führen – zusammenfassend also Faktoren, welche die internationale Wettbewerbsfähigkeit belasten können.

Zu den politischen Risiken gehören Unruhen, Embargos oder sonstige Ereignisse, welche den Absatz des Unternehmens und/oder die generelle Sicherheit der Mitarbeiter gefährden könnte. Ein populäres Beispiel zeigt sich im Falle des Iran, welcher durch vorherrschende Embargos nicht beliefert werden kann.

Rechtliche Risiken können dann entstehen, wenn in den Märkten Produktanpassungen und Zulassungen neuer Produkte durch Vorschriften erschwert und beeinträchtigt werden. Außerdem kann das Durchsetzen von Verträgen mit ausländischen Kunden eine Rechtsunsicherheit nach sich ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Nichtigkeit von deutschen AGB’s in anderen Ländern. Für jedes Land, welches für künftige Geschäfte in Betracht gezogen wird müssen eigene AGB’s vereinbart werden, da das deutsche Gesetz bei Auslandsgeschäften in den wenigsten Fällen gilt.

Beispiele für Risiken können zum Beispiel sein:

  • Kontrollverlust des Managements bei mehreren Standorten
  • Sprachbarrieren
  • Die stark schwankende Arbeitsmoral auf den verschiedenen Märkten

Trotz der Risiken im internationalem Handel haben Unternehmen verschiedener Größen durch eine ausführliche Marktanalyse und eine gute Markteintrittsstrategie die Möglichkeit auf Erfolg. Wie eine mögliche Markteintrittsstrategie aussehen kann und was diese beinhalten sollte, wird in Teil 2 dieses Beitrags beschrieben.

Weiterführende Literatur

– Sternad/Höfferer/Haber, Grundlagen Export und Internationalisierung, 08/2013

– Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Erschließung ausländischer Märkte, 09/2018

–  Lehmann/Hauser, Risiken im internationalen Geschäft von KMU, 03/2015

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann Keine Kommentare

Unternehmen in Schwierigkeiten

Viele junge Unternehmen legen in kurzer Zeit ein explosives Wachstum an den Tag. Wachstum bedeutet vor allem Eines: Es entstehen Chancen, das Unternehmen auszubauen, den Markt zu erweitern und sich als Player auf dem bestehenden Markt weiter zu etablieren. Doch es entstehen auch Gefahren, die sich oft erst deutlich später bemerkbar machen und dabei keinesfalls unterschätzt werden dürfen.

Unternehmen in Schwierigkeiten – Wenn Prozesse nicht mitwachsen

Eines der häufigsten Probleme ist, dass einzelne Prozesse stark an einem oder einer kleinen Gruppe Mitarbeiter hängen. Das heißt, dass nur diese wissen, wie der Prozess abläuft – und oft nur eine lückenhafte Dokumentation oder gar ein klares Konzept hinter dem Prozess existiert. Das kann u.a. auch ein Resultat davon sein, wenn nicht spezifisch qualifizierte Mitarbeiter eingestellt wurden, sondern die Eingestellten in die Rolle hineingewachsen sind und bspw. die Methodiken hinter dem Prozess nicht ausreichend hinterfragen konnten.

In solchen Fällen kann eine Art Feuerlöscher-Effekt auftreten, bei dem ein Prozess nur noch aus der Behebung bestehender Probleme besteht. Das Feuerlöschen also, im übertragenen Sinne, im Vordergrund steht und nicht das Verhindern von Brandursachen.

Bei problematischen Umständen rund um die diversen Prozesse eines Unternehmens ist die Rolle der IT nicht zu vernachlässigen. Wenn ein Unternehmen nur mit Excel-Tabellen arbeitet oder – schlimmer noch – alles auf Papier festhält und bearbeitet, können Probleme entstehen, die durch die Anwendung einer speziellen Software vermeidbar wären. Eine gewisse IT-Affinität kann das Entstehen von Problemen in den Prozessen also zum Positiven beeinflussen.

Der Optimierung und Funktion der Geschäftsprozesse, die das Überleben des Unternehmens gewähren, sollten, wenn dort Probleme erkenntlich werden, der höchste Stellenwert zugeschrieben werden. Diese sind der Berührungspunkt mit dem Kunden. Dementsprechend haben sie eine große Auswirkung auf die Zufriedenheit der Kunden und somit das weitere Wachstum und die Außenwirkung. Denn ein Kunde, der merkt, dass Prozesse in dem Unternehmen fehlerhaft ablaufen, wird Sie und Ihr Unternehmen auch nicht weiterempfehlen.

Wie können Sie das Problem lösen?

Sie sollten jedoch beachten, dass vor allem in wachsenden Unternehmen die Mitarbeiterauslastung häufig erheblich ist. Alle sind mit ihren Aufgaben beschäftigt und keiner findet die Zeit, sich explizit mit der Veränderung bereits eingefahrener Prozesse – so mangelhaft sie auch sein mögen – zu beschäftigen. Doch wer organisiert die Prozesse? Wer lernt neue Mitarbeiter an? Es ist wichtig, dass der Chef hierbei den Überblick behält. In größeren Unternehmen obliegt diese Pflicht dem Divisionsleiter. Reichen die Kapazitäten einfach nicht aus liegt es oft an diesen ineffizienten Prozessen. In dieser Situation empfehlen wir dir die Unterstützung von Beratern wahrzunehmen. Diese können kurzfristige Engpässe für Sie aus dem Weg räumen.

Um reibungslose Änderungen in der Belegschaft sowie in den Prozessen zu gewährleisten, macht es auf lange Sicht Sinn, eine Abteilung eigens für die Verantwortlichkeit der Prozesse zu gründen. Diese Prozessabteilung, dessen Mitarbeiter keine weiteren Aufgaben außerhalb der Optimierung, Organisation und dem Anlernen neuer Mitarbeiter in die Einzelheiten der Geschäftsprozesse und der internen Prozesse innehaben, sollte dabei mit Experten besetzt werden, die erfahren darin sind, Probleme zu erkennen und strukturiert zu beheben.

Generell ist es sinnvoll, dafür in der Problemanalyse und -lösung einen bewährten Plan zu befolgen. Schritt 1 ist dabei die klare Definierung des eigentlichen Problems. Wenn das Problem schriftlich und präzise festgehalten ist, müssen in Schritt 2 die Ziele sowohl qualitativ als auch quantitativ festgelegt werden. So wissen Sie genau, welches Ergebnis das Beheben der Fehler haben soll. Weiter geht es mit Schritt 3, der Ursachenforschung, bei der unterliegende Faktoren in ihrer Natur und Zuständigkeit genau aufgelistet werden. In Schritt 4 folgt das strukturierte Brainstormen über Lösungsvorschläge, basierend auf den vorherigen Schritten, die schließlich im fünften und letzten Schritt im Soll-Ist-Vergleich auf ihre Umsetzbarkeit sowie auf ihre Verhältnismäßigkeit (Kosten-Nutzen-Analyse) geprüft und in ihrer Umsetzung kontrolliert werden. (Checkliste: 5 Schritte-Plan)

Durch eine genaue Problemanalyse können die Ursachen sinnvoll erforscht, gewichtet und schließlich behoben werden. So kann das Wachstum Ihres Unternehmens strukturiert auf die Prozesse übertragen werden. Wenn die Prozesse nicht mitwachsen entstehen langfristig häufig Probleme, die sich später in der Effizienz und Effektivität der Arbeit äußern. Um weiter zu wachsen ist es wichtig, diese Probleme so gut wie möglich zu umgehen und, sollten sich doch entstehen, strukturiert an den Wurzeln zu bekämpfen. So werden sie langfristig behoben und nicht nur die Symptome behandelt.

by Steffen Schmedes Steffen Schmedes Keine Kommentare

Corporate Social Responsibility

Durch die intensive Aufklärung der Öffentlichkeit über den Klimawandel und die stetig wachsende Globalisierung ist der Begriff Corporate Social Responsibility (nachf. CSR) in den letzten Jahren für immer mehr Unternehmen zu einem wichtigen Thema geworden. Das CSR beschreibt die Verantwortung der Unternehmen in Bezug auf ihre Auswirkungen gegenüber der Gesellschaft. Hier werden ökonomische, ökologische und soziale Aspekte inkludiert.

Einführung in das CSR

Das CSR untersucht den spezifischen Beitrag, den ein Unternehmen zur nachhaltigen Entwicklung leistet. In diesem Rahmen strebt es danach, soziale und ökonomische Ziele in Einklang miteinander zu bringen. Dabei sollte man dieses allerdings nicht als Add-On verstehen – das CSR muss fest mit dem Kerngeschäft des Unternehmens verbunden sein. Komprimiert formuliert geht es nicht um die Verwendung des Gewinns, sondern um dessen Erwirtschaftung. Die CSR-Handlungsfelder sind dementsprechend oftmals entscheidend für unternehmerischen Erfolg.

Unternehmen haben die Möglichkeit, sich am Deutschen Nachhaltigkeitsindex zu orientieren. Dieser enthält 20 Kriterien, welche spezifische Informationen anbieten – von Strategie und Prozessmanagement bis zu Umwelt – und Gesellschaftsaspekten. Mittelständische Unternehmen profitieren besonders, indem sie ihre Ausrichtung an den Prinzipien des CSR als Querschnittsaufgabe sehen. Diese betrifft Begebenheiten der Finanzierung, des Einkaufs und Verkaufs sowie des Arbeitsschutzes. Hierbei gilt natürlich, dass Innovation ihren Preis hat – der Aufwand an dieser Ausrichtung kann sich allerdings lohnen.

Die größten Vorteile der CSR:

– Reputation verbessern: Unternehmen werden von Bewerbern als attraktive und zeitgemäße Arbeitgeber angesehen. Außerdem lohnt sich das CSR potentiell mehr, als kurzfristige Ziele oder Greenwashing.
– Energie- und Ressourceneinsparung: Durch geringeren Strom- und Materialverbrauch wird die Ausgabenseite der eigenen Bilanz entlastet.
– Arbeits- und Gesundheitsmanagement: Durch einen guten Arbeitsschutz beugt man Unfällen vor und verringert den Krankenstand.
– Innovationsfähigkeit: Durch kalkulatorische Unwägbarkeiten, bspw. der Energiewende, kann man durch veränderte Rahmenbedingungen im zukünftigen Wettbewerb Vorteile aufweisen.

Ein Anwendungsbeispiel für mittelständische Unternehmen behandelt die Privat-Brauerei Strate Detmold GmbH & Co. KG. Die Brauerei wird als Familienunternehmen geführt und befindet sich mit seinen 33 Mitarbeitern bereits in der fünften Generation. Mittlerweile ist die Privatbrauerei zum zweitgrößten Bügelverschlussflaschenabfüller Deutschlands aufgestiegen – dadurch werden jedes Jahr 39 Millionen Kronverschlüsse eingespart. Neben vielen Wärmerückgewinnungskonzepten verzichtet die Brauerei auf die Aluminiumbedampfung der Flaschenetiketten, um Schwermetallreste vom Abwasser fernzuhalten. In den letzten Jahren investierte das Unternehmen wiederholt in den Umweltschutz, nutzte eine steigende Zahl von Zulieferern aus der Region bzw. dem Absatzgebiet und unterstützte gemäß dem Leitsatz „In der Region – für die Region“ heimische Vereine.

Aufgrund der stetig steigenden Relevanz der Corporate Social Responsibility werden sich Unternehmen letzten Endes nicht die Frage stellen, ob sie sich mit dieser Thematik beschäftigen werden, sondern wann.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Corporate Social Responsibility? Schreiben Sie uns gerne unter contact@ellmann-consulting.com .

by Lukas Ellmann Lukas Ellmann 5 Kommentare

Maschinenkosten berechnen

Die Berechnung des Maschinenstundensatz gehört im internen Rechnungswesen zur Kostenträgerrechnung nach Finalprinzip. In diesem ersten Satz stehen bereits so viele Fremdwörter, wodurch es nicht verwunderlich ist, dass viele produzierende Handwerksbetriebe keinen Gedanken an diese hilfreiche Berechnung verschwenden. Wir werden in diesem Beitrag erklären für wen es relevant ist Maschinenstundensätze zu berechnen und wozu das gut ist.

Maschinenstundensatz berechnen in 5 Minuten

Laden Sie sich hier unsere kostenfreie Microsoft Excel Vorlage herunter: Download

Um den Stundensatz mit unserer Vorlage zu berechnen brauchen Sie maximal 15 Felder auszufüllen. Sie starten am besten mit der Bezeichung ihrer Maschine, sodass Sie die Kalkulation nachträglich wieder zuordnen können.

Auf dem Bild sehen Sie, dass einige Felder orange markiert sind. Diese dürfen Sie ausfüllen, der Rest ist mit Formeln belegt und sollte ohne Excel-Verständnis nicht verändert werden. Die meisten orangefarbenen Felder sind selbsterklärend, dennoch ist hier eine kurze Erklärung zu jedem Punkt:

  1. Anschaffungskosten: Alle Kosten die zum Erwerb der Maschine notwendig sind.
  2. Preisindex: Wieviel kostet es Sie eine vergleichbare Maschine zu erwerben, nach der Nutzungsdauer.
  3. Nutzungsdauer: Wie lange schreiben Sie die Maschine ab?
  4. Kalkulatorische Zinsen: Wie viel Zinsen würden Sie bekommen, wenn Sie das Geld nicht in die Maschine investiert hätten?
  5. Instandhaltung: Wie viel Geld zahlen Sie für Instandhaltung der Maschine im Jahr? (% vom Anschaffungswert)
  6. Flächenbedarf: Wie viel Platz nimmt die Maschine in Ihrer Produktion ein?
  7. Raumkosten: Was kostet Sie die Produktionshalle im Monat pro m²?
  8. Elektrische Nennleistung: Wie hoch ist die Nennleistung der Maschine?
  9. Auslastung Nennleistung: Zu wieviel Prozent ist die Nennleistung ausgelastet?
  10. Strompreis: Wie teuer ist Ihr Strom pro kWh?
  11. Anschlusswert: Was kostet es Sie, die Maschine anzuschließen? (Energiekosten)
  12. Werkzeugkosten: Wie viel zahlen Sie für Werkzeuge? (Bohrer, Fräser,..)
  13. Restfertigungs-Gemeinkosten: Welche Kosten fallen in der Produktion an, die Sie keiner Maschine eindeutig zuordnen können?
  14. Maschinenlaufzeit: Wie viele Stunden läuft die Maschine im Monat?

Nachdem Sie alle Felder ausgefüllt haben ist der Maschinenstundensatz auch schon berechnet und Sie haben eine Kalkulationsgrundlage für Ihre nächsten Angebote.

Für wen eignet sich die Kalkulation also?

Für maschinenintensive Produktionen ist diese Kalkulation unserer Meinung nach unabdingbar und bietet im Verhältnis zum Aufwand einen enormen Mehrwert. Durch diese einfache Rechnung können Sie viel besser einschätzen, ob Sie Ihre Angebote aktuell richtig kalkulieren. Fehlkalkulationen führen hier nämlich nicht selten zu erheblichen Gewinneinbußen. Nachdem Sie aber ein besseres Verständnis für Ihre Kosten bekommen haben, können Sie ohne Mehrarbeit mehr Gewinn erzielen. Dabei ist die Maschinenstundensatzkalkulation aber nur der Anfang. Schauen Sie auf unserer Kontaktseite vorbei und vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin, in welchem wir Ihnen erklären, wie Sie ohne viel Anstrengung Ihre Kosten automatisiert immer im Blick haben.


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